Museum geschlossen, Festsaal nicht zugänglich

Wasserschaden im Schreiberschen Haus

Geschlossen wegen Sanierung: Museum, Festsaal und Geschäftsstelle des Geschichtsvereins im Schreiberschen Haus können für längere Zeit nicht geöffnet werden. Fotos: Armin Haß

Bad Arolsen. Das Schreibersche Haus bleibt vorerst geschlossen. Grund ist ein Wasserschaden im Erdgeschoss.

Lediglich eine Führung am 20. Oktober durch die Ausstellung Mon plaisir um 15 Uhr findet dort noch statt, wie Museumsleiterin Dr. Birgit Kümmel gegenüber der Waldeckischen Landeszeitung mitteilte. Die übrigen Öffnungen entfallen. 

Das ist getan worden

Auch der Festsaal steht nicht zur Verfügung, und die Geschäftsstelle des Waldeckischen Geschichtsvereins ist wegen der laufenden Arbeiten nicht zugänglich. Die Wohnung im Obergeschoss ist von diesen Einschränkungen nicht betroffen.

Die Exponate in dem Museumsgebäude, das im Eigentum der Hannelore- und Heinz-Jürgen Schäfer-Stiftung steht, sind glücklicherweise nicht durch das eingedrungene Wasser beschädigt worden. Jedoch mussten die drei Räume im Erdgeschoss leer geräumt werden, um zum einen die Untersuchungen in Böden und Wänden vornehmen und gleich mit der Sanierung beginnen zu können.

So lange dauert Sanierung

Die Sanierung hat in diesen Tagen begonnen und wird sich voraussichtlich noch bis Mitte 2019 hinziehen. Die Kosten werden von der Gebäudeversicherung getragen.

Entdeckt worden war der Schaden, nachdem ein Wasserfleck an der Fassade zur Schlossstraße sichtbar geworden war, so Architekt Jürgen Schimmelpfeng vom Büro Müntinga und Puy.

Das ist die Ursache

Aus einem undicht gewordenen Heizungsrohr war reichlich Wasser ausgetreten und hatte den Bodenbelag aufgeweicht und schon die Schwellen erreicht. Der Boden war bei der Sanierung in den 1980-er Jahren mit Beton, Estrich und Linoleum aufgebaut worden. Und darunter waren die Heizungsrohre installiert worden.

Bei der Untersuchung des Schadens war Pilzbefall entdeckt worden, der rasches Handeln erfordert. Nach derzeitigen Erkenntnissen handelt es sich um Hausschwamm. Doch die Proben aus dem Schreiberschen Haus werden nun genau untersucht, um die weitere Sanierung entsprechend planen zu können.

Das muss sofort geschehen

Der beunruhigende Fund hat umgehende Maßnahmen gegen den Pilzbefall ausgelöst. Richtig bekämpft, lasse sich der Schwamm komplett entfernen.

Gegenwärtig wird aus einem Raum der Boden herausgeschlagen und entsorgt. Auch die beiden weiteren Räume werden in die Sanierung einbezogen.

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