Neue Mitarbeiterin der Suchtberatung

Wege aus der Sucht bahnen

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Als neue Mitarbeiterin der Suchtberatung des Diakonischen Werks Waldeck-Frankenberg hat Diplom-Sozialarbeiterin/Sozialpädagogin Heike Knöppel (r.) ihre Tätigkeit in Bad Arolsen und Korbach aufgenommen. Links die Leiterin der Suchtbertaung, Dipl.-Psych. Gabriele Fock.  Foto: Armin Haß

Heike Knöppel ist neue Mitarbeiterin der Suchtberatung des Diakonischen Werks Waldeck-Frankenberg in Bad Arolsen und Korbach.

 Die Diplom-Sozialarbeiterin/Dipl.--Sozialpädagogin tritt die Nachfolge des langjährigen Mitarbeiters Thomas Weintraut an, der in den Ruhestand gegangen ist. Die aus Kassel stammende neue Fachfrau ist weiterhin einen Tag in der Woche bei den Schön-Kliniken in Bad Arolsen als Sozialarbeiterin tätig.

Im Mittelpunkt steht freilich ihre Beratung beim Diakonischen Werk mit 30 Wochenstunden für Klienten in Bad Arolsen und Korbach. Die Sprechzeiten im Arolser Diakoniezentrum bilden nur einen Teil der tatsächlichen Tätigkeit ab, so gehören individuelle Termine mit zu dem vielfältigen Arbeitsbereich.

Die Suchtberatung ist sehr gefragt, zu zwei Dritteln sind es Menschen mit Alkoholproblemen, die Hilfe suchen. Die Mitarbeiterin ist zu bestimmten Sprechzeiten (Hintergrund) erreichbar. Termine können telefonisch vereinbart werden.

Ein Großteil der übrigen Klienten konsumiert Cannabis-Produkte, Amphetamine oder wird mit Drogenerstatzstoffen substituiert (wie etwa Methadon bei chronischer Heroinabhängigkeit). Wegen des Konsums von Drogen wie Crystal Meth oder aufgrund von Tablettenabhängigkeit melden sich relativ wenige Menschen bei der Suchtberatung.

Frau Knöppel ist auch für die Beratung von Angehörigen oder Betroffenen bei Mediensucht zuständig. Für Menschen mit Glücksspielsucht sind andere Berater geschult.

Wer ein Problem etwa mit Alkoholsucht hat, sollte professionelle Hilfe suchen. Diese kann auf verschiedenen Wegen gegeben werden. Ambulante Reha Heike Knöppel absolviert derzeit eine dreijährige Zusatzausbildung als Therapeutin in der Ambulanten Rehabilitation.

 Diese Behandlung - als mögliche Alternative zu einer stationären Therapie - beginnt nach zweimonatiger Abstinenz in Korbach oder Frankenberg. Sie dauert mindestens ein halbes Jahr, in dem ein- bis zwei mal wöchentlich Gruppentherapeutische Gespräche in den frühen Abendstunden stattfinden.

Heike Knöppel arbeitet mit den Selbsthilfegruppen zusammen. Zudem ist sie in der psychosozialen Begleitbetreuung von Menschen tätig, die Drogenersatzstoffe nehmen, um nicht in die Beschaffungskriminalität abzugleiten und ein gesünderes Leben führen zu können. Menschen mit Suchtmittelproblemen, aber auch Personen, Institutionen oder Firmen können sich an die Suchtberatung wenden. Die Gespräche mit Betroffenen sind stets vertraulich.

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