Hessen Mobil erläutert Planungsstand

Noch ein weiter Weg bis Wetterburger Umgehungsstraße

Hessen Mobil kommt zu dem Schluss, dass nur für eine Umgehung im Zuge der Landesstraße 3080 Planungsrecht erlangt werden kann. Für die Kreisstraße 7 dagegen wäre dies nicht möglich. Foto: Armin Hass

Wetterburg. Bis zum Bau einer Wetterburger Umgehungsstraße braucht es noch viel Zeit für Diskussionen. Hessen Mobil informierte. 

 So gut besucht sind Ausschusssitzungen selten. Die Erläuterungen zum Planungsstand der Umgehungsstraße Wetterburg lockten knapp 100 Bürger in die Twisteseehalle.

Nur eine Nordumgehung

Klare Ansage für die weiteren Planungen: Lediglich eine Ortsumgehung im Zuge der Landesstraße 3080 nördlich des Dorfes und entlang der Bahntrasse hat eine Chance, das Planungsrecht zu bekommen. Das erklärte Simone Putscher von Hessen Mobil.

Neben der Wetterholz-Trasse, die bereits zu Beginn der Untersuchungen verworfen wurde wegen der geringen Aufnahme von Verkehr und der unverhältnismäßig hohen Kosten, werden nun auch die Trassen zur Umfahrung der Kreisstraße 7 aufgegeben. Weder für die Remmeker Feld-Trasse noch für die beiden Umgehungsvarianten durch das Arolser Holz könne das Planungsrecht erlangt werden, sagte sie.

Planung seit 50 Jahren

Die verschiedenen Varianten sind in den vergangenen Jahren untersucht und mit Vertretern der Städte Bad Arolsen und Volkmarsen, des Kreises und des Landes diskutiert worden. Der Kreis hat sich bereit erklärt, die Umgehung vorzufinanzieren und sich im Rahmen eines mit dem Land abgeschlossenen Vertrages in Jahresraten das Geld zurückzahlen zu lassen.

Die städtischen Gremien streben zwar seit mindestens 50 Jahren eine Umgehungsstraße von Wetterburg an. Doch ist die Stadt zwar weder Trägerin noch Planerin des Projektes. Von der Stadtverordnetenversammlung wird nun ein Votum erwartet, das für die weitere, konkretere Planung bei Hessen Mobil die Grundlage bietet.

Noch nicht am Ziel

Nach Einschätzung von Bürgermeister Jürgen van der Horst kann dies nur die Umgehung der L 3080 sein, bei der der östliche Ortseingang an der Wetterburg offen bleibt für den Binnenverkehr. Dies hat nach Einschätzung der Straßenplaner zur Folge, dass dennoch 6000 Kraftfahrzeuge aus der Ortsdurchfahrt herausgenommen werden, mithin 80 Prozent des derzeit durch Wetterburg rollenden Verkehrs.

Dabei würde das ohnehin schon starke Kraftfahrzeugaufkommen auf der Wetterburger Straße in Bad Arolsen nicht so stark zunehmen. „Wir sind aber noch gar nicht am Ziel, schon gar nicht dort, wo wir ursprünglich hinwollten“, sagte Bürgermeister van der Horst mit Blick auf die erhoffte Trasse zur Entlastung der Kreisstraße 7.

Viele Diskussionen zu erwarten

Eine interkommunale Lösung, die auch für Volkmarsen interessant sein könne, könne mit einer sich nun abzeichnenden Teilumgehung nicht realisiert werden

Nun seien die Stadtverordneten am Zuge, um über mögliche Varianten der L 3080 zu diskutieren, zudem werde eine Öffentlichkeitsbeteiligung ebenso wie Gespräche mit dem Landkreis und dem Land erforderlich. „Es wird noch viele Beratungsrunden geben müssen“, sagte der Rathauschef. 

Starke Belastung

Die Vorstellung des Planungsstands für die Umgehung Wetterburg durch Hessen Mobil war schon vor zwei Jahren erwartet worden, doch erforderten die Prüfung der Varianten und die Beratungen mit den Kommunen und dem Ministerium viel Zeit. Umweltverträglichkeit sowie das Verhältnis von Kosten und Nutzen wurden geprüft wie die topografischen Voraussetzungen. Auch die Verkehrsströme wurden eingehend untersucht.

 Auf eine Umfahrung der K 7 wird verzichtet, weil Landschaft zerschnitten, mehr Lärm an anderer Stelle des bewohnten Bereiches erzeugt und die Natur in starkem Maße beeinträchtigt wird. So bleibt eine Umgehung im Zuge der L 3080 als einzige Lösung übrig, die planungsrechtlich genehmigt werden kann. Das Hauptproblem auf dem Weg dorthin ist nach den Worten von Simone Putscher (Hessen Mobil) der Verlust an guten landwirtschaftlichen Flächen.

 

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