Wer von Wetterburg nach Bad Arolsen fährt, muss seit Jahren Slalom fahren

Holprige Prachtstraße

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WLZ-Mitarbeiterin Britta Ricken zeigt mit dem Zollstock, wie tief einige der Löcher in der Wetterburger Straße sind.

Bad Arolsen. Es gibt kaum Thema, das die Stadtverordnetenversammlung schon lange umtreibt wie die Schlaglöcher in der Wetterburger Straße. Fast keine Sitzung vergeht ohne eine entsprechende Anfrage.

Entsprechend groß ist die Zahl der Stadtväter, die sich schon Hilfe suchend an den Magistrat gewandt haben: „Wann endlich wird die Wetterburger Straße saniert?“ Und die Antwort ist immer die gleiche: Die Wetterburger Straße ist eine Landesstraße und das Land Hessen hat andere Prioritäten. 

Vor vielen Jahren, als die Niederlassung des Landesbetriebes HessenMobil noch Straßenbauamt hieß, kam von der der Einwand, dass die Wetterburger Straße mit ihren bis zu 8,50 Meter Fahrbahnbreite nicht mehr den Normen für Landesstraßen entspreche. 

Wenn überhaupt über eine Sanierung nachgedacht werde, dann nur in einer Breite von 6,50 Meter. Den Rest müsse dann die Stadt begleichen. Überhaupt solle sich der Magistrat schon einmal Gedanken darüber machen, wie die nicht mehr benötigten zwei Meter Fahrbahnbreite künftig genutzt werden könnten, vielleicht als Parkstreifen oder als Grünfläche. 

So leicht kann sich das Land als Straßenbaulastträger also aus der Affäre ziehen. 

 Seitdem sind wieder einige Jahre ins Land gegangen. Die Winter kamen und gingen. Nur die Schlaglöcher blieben und wurden immer größer. Wer heute mit dem Auto oder Motorrad über die Wetterburger Straße in die so hübsch restaurierte barocke Residenzstadt fährt, der ist geneigt, Slalom zu fahren, um den vielen Schlaglöchern auszuweichen. 

Auch Radfahren ist dies angeraten, denn zu groß ist die Gefahr, mit schmalen Rennradreifen in einer jener Risse zu verkanten und zu stürzen. Die Verkehrssicherungspflicht ist daher ein weiteres, gewichtiges Argument für die Sanierung der Straße: Die Fahrbahn muss so sicher befahrbar sein, dass dort niemand zu Schaden kommt.

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