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Wetterburger Feuerwehr für Notfälle am See gerüstet

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Von: Elmar Schulten

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Fünf Männer vor einem Feuerwehrauto.
Symbolische Schlüsselübergabe für das neue TSF/W an die Feuerwehr in Wetterburg. Von links Ortsvorsteher Gerd Frese, Bürgermeister Jürgen van der Horst, Sven Ammenhäuser, Stadtbrandinspektor Karl-Heinz Meyer und Wehrführer Fred Zarges. © Elmar Schulten

Die Feuerwehr Wetterburg kann neuerdings mit einem nagelneuen Tragkraftspritzenfahrzeug TSF/W zu Einsätzen rund um den Twistesee ausrücken.

Bad Arolsen-Wetterburg Bürgermeister Jürgen van der Horst holte jetzt im coronabedingt kleinen Rahmen die Fahrzeugübergabe an Wehrführer Fred Zarges und Stellvertreter Sven Ammenhäuser nach. Mit dabei waren auch Ortsvorsteher Gerd Frese und Stadtbrandinspektor Karl-Heinz Meyer.

Mit einer gewissen Portion Wehmut erinnerte Wehrführer Zarges daran, dass er als Mitglied der Jugendfeuerwehr 1993 schon die Übergabe des Vorgängerfahrzeuges erlebt habe.

Individuelle Aufbauten ausgewählt

Das habe nun über viele Jahre gute Dienste geleistet. Das neue TSF/W rollt auf einem Fahrgestell von IVECO. Das wurde vom Land Hessen im Rahmen einer Landesbeschaffungsmaßnahme gekauft und der Stadt Bad Arolsen übergeben.

Für die individuellen Aufbauten hat die Stadt 53 .000 Euro aufgebracht. Weitere 10.000 Euro investierte der Feuerwehrverein in die Ausstattung. Davon stammen allein 2000 Euro aus einer Spende des Wohnmobilhafens.

Löschwasservorrat an Bord

Über die genaue Ausstattung des Neufahrzeugs hat ein Team aus sechs aktiven Feuerwehrleuten entschieden. Die erfahrenen Einsatzkräfte wussten genau, was für Einsatze zwischen Wetterburg und Neu-Berich benötigt wird: Zusätzlich zum Wasservorrat von 1000 Litern Löschwasser und einer modernen Tragkraftspritze verfügt das Fahrzeug über ein Schnelleinsatz-Schlauchboot, einen Werkzeugsatz für technische Hilfsleistungen mit Ketten- und Säbelsäge, Beleuchtungssatz, Türöffnungsset, einen leuchtstarken LED-Lichtmast, eine integrierte Stromerzeugung sowie Atemschutzgeräte und vieles mehr.

Am Fahrzeug selbst ist eine Rückfahrkamera eingebaut. Schleuderketten ermöglichen sicheres Navigieren auch bei Eis und Schnee.

Platz für DLRG-Boot

Wehrführer Fred Zarges betonte, dass der Wagen so angelegt sei, dass er auch mit einer Minimalbesatzung von drei bis vier Mann einsatzfähig sei. Ansonsten aber sind die 23 Mitglieder der Einsatzabteilung auch zur Unterstützung der Kameraden in neu-Berich und bei allen Notfällen am und auf dem Wasser zuständig.

Künftig soll auch das DLRG-Boot, das dem Katastrophenschutz zugeordnet ist, im Feuerwehrhaus an der Twisteseehalle untergebracht werden.  Dazu ist ein größerer Anbau geplant, der auch die von der Unfallkasse geforderten Umkleiden beherbergen wird.

Anbau an Feuerwehrhaus wird noch dieses Jahr gebaut

Bürgermeister Jürgen van der Horst berichtete, dass sich der mit 400.000 Euro kalkulierte Anbau an das Feuerwehrhaus in der finalen Planungsphase befinde. Sobald die Baugenehmigung vorliege, könne mit der Ausschreibung und dem Bau begonnen werden. (Elmar Schulten)

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