Die acht Eigentümer der Wetterburger investieren regelmäßig

Wetterburger Wahrzeichen gut in Schuss: Regelmäßige Sanierungsarbeiten

Die Wetterburg wird von ihren acht Eigentümern  systematisch abschnittsweise saniert. Aktuell ist wieder ein Teil der Fassade eingerüstet.
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Die Wetterburg wird von ihren acht Eigentümern systematisch abschnittsweise saniert. Die Planung liegt in den Händen der Baugenossenschaft Bad Arolsen. Aktuell ist wieder ein Teil der Fassade eingerüstet.

Wer ein Baudenkmal wie die Wetterburg bewohnt, genießt den Charme jahrhundertealter Bausubstanz. Zum Wohnvergnügen gehört auch die Verpflichtung zur oft teuren Gebäudeunterhaltung.

BadArolsen-Wetterburg – Die achtköpfige Eigentümergemeinschaft, der die Wohnungen, das Schulungszentrum und die rustikale Gaststätte gehören, gibt seit Jahren regelmäßig größere Sanierungsarbeiten in Auftrag, um das historische Gebäude auf Dauer zu erhalten.

Ein Baugerüst an der Fassade zur Burgstraße ist das sichtbare Zeichen für die Fortsetzung der Fachwerksanierung. Systematisch werden morsche Eichenbalken aus der Fachwerkkonstruktion entnommen und durch gut abgelagerte neue Balken ersetzt. Anschließend werden die Gefache wieder mit Lehmziegeln ausgemauert. verputzt und mit Mineralfarbe gestrichen.

Gebäudeunterhaltung mit Herz und Geld

In den vergangenen Jahren wurden schon die Giebelseiten sowie die rückwärtige Fassade saniert. Nun ist der zweite Teil der Straßenseite an der Reihe. Im aktuellen Bauabschnitt sind rund 30.000 Euro für die Bauarbeiten vorgesehen. Über die vergangenen Jahren haben sich die Sanierungskosten auf ein Vielfaches summiert. Mit kleinen Zuschüssen, in diesem Jahr 2500 Euro ist auch die Denkmalpflege mit im Boot. Immerhin geht es darum, ein herausragendes Baudenkmal und Wahrzeichen der Region zu erhalten. Die Bauarbeiten wurden geplant und ausgeschrieben von der Wohnungsbaugenossenschaft Arolsen, die das Gebäude für die Eigentümergemeinschaft verwaltet.

Die heutige Wetterburg ist einziger verbliebener Rest einer Schlossanlage, die sich ab dem 14. Jahrhundert hier erstreckte. Das Wohnhaus des Schlosses wurde 1576 errichtet und nach einem Brand 1669 wiederaufgebaut.

Historisches Gebäude wird vorbildlich genutzt

Anfang der 1980er-Jahre erbarmte sich die inzwischen verstorbene Lehmbauexpertin Tamara Leszner des verfallenden Gebäudes und sanierte es über mehrere Jahre mit erheblichem Aufwand. Hier sammelte sie wertvolle Erfahrungen, die sie in einem Buch über Lehmbausanierungen zusammenfasste.

Das Restaurant Wetterburg ist seitdem unter anderem für seine stilechten Ritteressen weithin bekannt. Die Firma HEWI unterhält in der Wetterburg Schulungsräume. Das Obergeschoss des Gebäudes ist bewohnt. Insgesamt verfügt das Gebäude über rund 1200 Quadratmeter Nutzfläche. (Elmar Schulten)

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