Arolser Grüne informieren sich beim Förster und unterstützen Pläne zur Zukunft des Waldes

Wiederaufforstung mit standortgerechter Mischung

Waldrund mit Förster: Die Bad Arolser Grünen haben gemeinsam mit Förster Dieter Kisselbach den Stadtwald von Mengeringhausen erkundet.
+
Waldrund mit Förster: Die Bad Arolser Grünen haben gemeinsam mit Förster Dieter Kisselbach den Stadtwald von Mengeringhausen erkundet.

Im Nachgang zur Anfrage der Grünen im Bad Arolser Stadtparlament zur Zukunft des Waldes hat sich der zuständige Revierförster für einen Ortstermin im Stadtwald Mengeringhausen bereitgefunden. So konnten sich die Parteimitglieder auch vor Ort ein qualifiziertes Bild vom Zustand des Waldes machen.

Bad Arolsen - In der Führung der Gruppe machte Förster Dieter Kisselbach deutlich, er trage nicht nur für den Wald als Wirtschaftswald Verantwortung, sondern auch dafür, dass der Wald das Klima in der Gemeinde Bad Arolsen positiv und nachhaltig prägen könne.

Jedoch sei der Wald in den letzten Jahrzehnten mehreren Sturmereignissen und dem Klimawandel mit Trockenheit, Hitzeperioden und dem Borkenkäfer ausgesetzt gewesen. Beispielhaft wurde dies in einem Rundgang im Bereich des „Weißen Steins“ im Stadtwald deutlich. Eine etwa drei Hektar große Fläche Fichtenbestand, die im Frühjahr noch gesund und grün war, ist komplett abgestorben.

Rücklagen für Neuanpflanzung gebildet

Zur Wiederaufforstung sei eine standortgerechte Mischbepflanzung mit überwiegend Laubholz geplant, sagte Kisselbach. Wichtig sei dabei, das Ökosystem Wald in der Symbiose von Pilzen, Pflanzen, Bäumen, Beschattung und gehaltener Feuchtigkeit schnell wiederherzustellen. Dies werde durch einen Vorwald mit Birke, Weide, Pappel und Eberesche unterstützt. Da in guten Jahren mit dem Holzverkauf sowie mit den Pachteinnahmen der Windkraftanlagen Rücklagen gebildet worden seien, könne Kisselbach nun in den Baumschulen vorgezogene standortgerechte Eichen, Buchen, Kastanien und Wildkirschen ordern.

Etwa 60 Prozent des Stadtwaldes prägen Buchen und andere Laubhölzer. Diese seien im Augenblick noch nicht bedroht. Bei weniger als einem Prozent der Buchen trete jedoch eine Buchenrindenkrankheit auf. Diese Entwicklung könne aber nur bei hinreichenden Niederschlagsmengen gestoppt werden. Der kommende Sommer sei dafür entscheidend.

Stillegungsflächen im Stadtwald

Aus Sicht der Grünen war insbesondere interessant, welche Flächen als Stilllegungsflächen ausgewiesen sind. Diese seien auf etwa 50 Hektar im gesamten Stadtwald verteilt.

Dazu gehört auch eine Fläche von circa fünf Hektar, die als Ausgleichsfläche für Windkraftanlagen diene. Sie setzt sich vorwiegend aus einem Buchenbestand zusammen, der grundbuchrechtlich geschützt in Zukunft sich selbst überlassen bleibe.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare