Jury hat Auswahl getroffen und Standorte für Sommerausstellung festgelegt

Wind-Kunst in Volkmarsen

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Maluenda-Razeto: Empty-worlds zeigt den Entwurf „Empty Worlds“ des Chilenen José Miguel Maluenda Razeto.

Volkmarsen/Lichtenfels - 132 Künstlerinnen, Künstler und Künstlergruppen aus 18 Ländern haben sich auf die Ausschreibung für den Internationalen Kunstwettbewerbs „bewegter wind“ beworben. Die Ausstellungsorte werden vom 19. August bis zum 2. September in den Stadtgebieten Wolfhagen und Volkmarsen liegen.

Die Auswahljury hat sich jetzt in Lichtenfels getroffen, um die Exponate für die Landschaftsausstellung an drei Orten und zwei „Satelliten“ in den Landkreisen Waldeck-Frankenberg und dem Landkreis Kassel auszuwählen. Ausgewählt wurden 65 Künstlerinnen und Künstler aus 17 Nationen, die sich alle mit dem Thema „AIR condition(s)“ beschäftigen. Windobjekte, Installationen, Performances und Videos sind im Sommerwind zu sehen, zu hören und zu fühlen.

Landschaft, die wohl bekannt erscheint, wird neu entdeckt, bietet besondere Ein- und Ausblicke. Eine Erfahrung, die Bewegung in die tägliche Routine bringt, Denk- und Erfahrungsmuster aufbrechen kann.

Und so erfordern auch die verschiedenen Ausstellungsorte Bewegung. Auf einer Sicht-achse von Volkmarsen bis Wolfhagen sind sie verteilt. Man kann sie zu Fuß, mit dem Fahrrad oder dem Auto erreichen. Interessante und aufregende Angebote finden sich für Naturfreunde und Kunstbegeisterte, Radsportler und Neugierige. Gruppenführungen und ein interessantes Rahmenprogramm mit Vorträgen, Publikumsaktionen und Konzerten runden diese einmalige Landschaftsausstellung ab.

Was macht die Faszination Wind aus? Wind ist global. Er ist vielgestaltig und ungreifbar. Bei „bewegter wind“ trifft die Ungestalt des Windes auf die Gestaltungskraft künstleri-scher Formen.

Wind ist das einzige Element, das nicht sichtbar ist und erst durch die Beziehung zu den anderen Elementen wahrgenommen wird. Er ist Naturphänomen und Symbol für Geist. Er steht für Fruchtbarkeit und Verwüstung, Wohltat und Stärke, Leben und Tod.

Rund um den Globus findet sich die Ambivalenz seiner Eigenschaften: säuselnd und stürmisch, heulend und wispernd, wild und zahm, warm und kalt, kommunikativ und zentriert. Jede Landschaft ist durch ihn geprägt, jede Kultur ist von ihm beeinflusst.

Diese vielfältigen Aspekte eines unsichtbaren Phänomens beschäftigen Künstlerinnen und Künstler weltweit.

(r/es)

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