Informationsveranstaltung in Helsen

Windkraftpläne für Wald und Flur

Bad Arolsen-Helsen - Sechs Windkraftanlagen im Fürstlichen Wald - zwei neue Windenergieprojekte nahe am Waldrand in der Helser Gemarkung. Am Mittwochabend findet eine Informationsveranstaltung dazu statt.

Neben der Fürstlichen Hauptverwaltung mit dem Projektentwickler wpd treten nun eine Investorengruppe aus Helsen und die Verbands-Energie-Werk Gesellschaft für Erneuerbare Energien (VEW), Schwestergesellschaft der EWF, mit jeweils einer geplanten Anlage an, wie Bürgermeister Jürgen van der Horst gestern berichtete. Die Stadt lädt zu einer Informationsveranstaltung zusammen mit den Ortsbeiräten Helsen, Schmillinghausen, Kohlgrund und Massenhausen am Mittwoch, 18. Februar, um 19.30 Uhr in die Bürgerhalle Helsen ein. Neu sind die beiden Anlagen außerhalb des Walds der Fürstlichen Hauptverwaltung. Nördlich der Landesstraße 3198 in Richtung Kohlgrund dicht am Waldrand ist von der Projektentwicklung Helsen GbR eine Anlage auf privatem Gelände vorgesehen. Eine weitere ist südlich der L 3198 ebenfalls am Wald auf einer Parzelle der Waldeckischen Domanialverwaltung von der VEW geplant. Die Windkraftanlagen rücken näher an den Ortsteil Helsen heran als die Generatoren im fürstlichen Forst, dabei wird jedoch der Mindestabstand zu bebauten Grundstücken von 1000 Metern eingehalten, wie Bürgermeister van der Horst erklärt. Alle rechtlichen Voraussetzungen seien in den Planungen berücksichtigt worden. In der morgigen Veranstaltung, bei der alle interessierten Bürger willkommen sind, können Fragen an die Projektentwickler gestellt werden. Die Stadt wolle im planungsrechtlichen Verfahren die Ortsbeiräte einbinden. Danach werde die Kommune selbst eine Stellungnahme abgeben. Dabei sei die Stadt im Prinzip positiv eingestellt. Anzahl reduziert Die Firma wpd hatte 2013 ihre Pläne an der Seite der Fürstlichen Hauptverwaltung öffentlich vorgestellt. Damals war von zehn bis 20 Anlagen im Wald die Rede. Inzwischen ist die Anzahl auf sechs Windmühlen begrenzt worden. Im Genehmigungsverfahren mussten naturschutzrechtliche Gesichtspunkte sowie die Interessen der Bundeswehr, der Tiefflugkorridor der Heeresflieger in Fritzlar und das Wetterradar berücksichtigt werden. Der Suchraum im Rahmen des Regionalplans Nordhessen war leicht verändert worden und reicht nun weiter gen Norden hinaus. In der Gemarkung Landau ist die Planung noch nicht so weit fortgeschritten. Dort wurden die Suchbereiche im Wald erweitert, im Offenland hingegen wurden sie zurückgenommen. Dort mussten Zielkonflikte mit der Bundeswehr wegen des Tiefflugkorridors der Heeresflieger in Fritzlar ausgeräumt werden. In diesem Jahr sollen die ersten sechs Anlagen des Windparks Mengeringhausen im Stadtwald in Betrieb gehen. Zwar sind Klagen avisiert worden, doch werden sie keine aufschiebende Wirkung haben und somit auch nicht die Baumfällarbeiten blockieren, die bis Anfang März abgeschlossen sein müssen. Die Frist für Rechtsmittel läuft in Kürze aus. Noch in diesem Jahr soll die Möglichkeit einer Windkraftanlage mit Bürgerbeteiligung geprüft und entschieden werden. Hier seien komplexe steuerrechtliche Fragen zu untersuchen, sagte der Rathauschef. Der Entwurf des Teilregionalplans Energie Nordhessen liegt beim Regierungspräsidium Kassel und in den Kreisverwaltung vom 16. März bis 15. Mai öffentlich aus. Stellungnahmen können ab dem 16. März über eine Internetplattform abgegeben werden: Auf der Webseite www.rp-kassel.de unter dem Rubrik: Online Beteiligungsverfahren Teilregionalplan Energie Nordhessen; auf der Internetseite www.buergerbeteiligung-hessen.de unter der Spalte Teilregionalplan Nordhessen. Unter www.rp-kassel.de gibt es auch weitere Informationen zum Teilregionalplan Energie Nordhessen.

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