Umfangreiche Renovierung für 400.000 Euro 

Wird die Arolser Kirche Weihnachten wieder geöffnet?

Mit dem Presslufthammer durch den Kirchenboden: In der katholischen Kirche Bad Arolsen haben grundlegende Sanierungsarbeiten begonnen. Von Sommer bis Weihnachten 2018 werden 400 000 Euro verbaut. Fotos: Elmar Schulten

Bad Arolsen. Die katholische Kirche Bad Arolsen ist wegen Bauarbeiten geschlossen. Dort wird für 400.000 Euro eine gründliche Renovierung vorgenommen. Dabei erfolgt auch der Anschluss an die Nahwärmeversorgung. 

 Vor dem Altar wütet der Presslufthammer. Es ist unerträglich laut, in der Luft schwebt ein Schleier von Baustaub. Die katholische Kirche an der Großen Allee ist in diesen Tagen eine echte Baustelle mit viel Schweiß, Lärm und Dreck.

Wie wird das Inventar geschützt?

Altar und Orgel sind zum Schutz vor all dem Ungemach in Folie eingepackt. Die Sitzbänke wurden vor Baubeginn ausgelagert, denn auch sie sollen überarbeitet werden. Die Bilder mit Kreuzwegstationen wurden abgehängt und warten jetzt sicher verstaut darauf, nach Abschluss der Arbeiten wieder an ihre angestammten Plätze zu kommen.

Rund 400.000 Euro wendet die katholische Kirchengemeinde St. Johannes Baptist für die aktuelle Großrenovierung ihrer Kirche auf. Rund 300.000 Euro schießt davon das Bistum Paderborn zu.

Dort finden Gottesdienste statt

Voraussetzung für diese üppige Fokus-Finanzierung von 75 Prozent war ein Beschluss des Kirchenvorstands, künftig kein Geld mehr in den Erhalt der Filialkirche St. Peter-und-Paul zu investieren. Dieser Kirchenbau, Anfang der 60-er Jahren als Garnisonskirche in Mengeringhausen überwiegend aus Beton errichtet, wird mittelfristig aufgegeben.

Im Moment aber leistet er noch gute Dienste als Ausweichquartier für die Gemeinde bei den Sonntagsgottesdiensten.

Darum wird gebaut

Die 1896 fertiggestellte Pfarrkirche St. Johannes Baptist ist zum letzten Mal 1996 aus Anlass der 100-Jahr-Feier einer größeren Renovierung unterzogen worden. Damals wurden der Altar neu geweiht und die Kirche neu ausgemalt.

In den vergangenen 22 Jahren wurden unzählige Kerzen im Kirchenraum entzündet. Ihr Ruß hat sich an den Wänden festgesetzt. Man erkennt den Dreck nun besonders gut, seit alle Bilder entfernt wurden. Überall haben sich schmutzige Ränder gebildet.

Neue Technik geplant

Keine Frage also: Ein neuer Anstrich ist fällig. Und weil bei dieser Gelegenheit sowieso alle Bänke entfernt und ein Gerüst bis unter die Decke aufgestellt werden musste, lag die Entscheidung nahe, auch all die anderen Arbeiten auszuführen, die so lange aufgeschoben wurden.

Die elektrischen Installationen müssen erneuert werden, ebenso die Lautsprecher- und Mikrofonanlage. Die Risse in den Wänden müssen von Statikern begutachtet werden und das Seitenportal soll eine Automatiktür erhalten, damit künftig auch Kirchenbesucher mit Rollator oder Kinderwagen keine Probleme mehr haben, die Türe zu öffnen. 

Wann enden Bauarbeiten?

Die Liste der Notwendigkeiten wurde bei näherem Hinsehen immer länger. Und so wurde schließlich auch entschieden, den über Jahrzehnte arg strapazierten Fußboden auszutauschen. Vor allem aber soll die Heizungsanlage für den großen Kirchenraum erneuert werden. Vorgesehen ist der Anschluss an die Arolser Nahwärmeversorgung.

Als Fertigstellungstermin war ursprünglich die Firmung im November angepeilt. Wegen der Verzögerungen bei der Heizungsdiskussion heißt es nun, dass die renovierte Kirche erst Weihnachten wieder zur Verfügung stehen wird. Das wäre für die Gemeinde sicherlich das schönste Weihnachtsgeschenk, denn die Ausweichkirche in Mengeringhausen kann nicht mehr beheizt werden. 

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