Hessischer Investor will 38 Wohnungen schaffen

Das wird aus dem alten Kasernengebäude in Bad Arolsen

Schöne, neue Ansicht vom Gebäude 4 der alten Kaserne Bad Arolsen: Im Oktober soll mit der Sanierung begonnen werden. Diese Ansicht stellte uns die 1 A-Immobilienservice Kassel zur Verfügung.

Bad Arolsen. Die Sanierung des letzten ungenutzten Kasernengebäudes in Bad Arolsen soll im Oktober beginnen. Geplant sind 20 Eigentums- und 18 Mietwohnungen.

Das teilt René Schrage von 1 A Immobilienservice Kassel  gegenüber der WLZ mit.

„Es ging oft hin und her“, räumte der Immobilien-Fachmann gegenüber unserer Zeitung ein. Innerhalb der nächsten beiden Wochen werde ein Privatinvestor aus Hessen, der namentlich nicht genannt werden will, den Kaufvertrag mit dem jetzigen Eigentümer beurkunden lassen. Die Baugenehmigung sei schon länger erteilt worden, und die detaillierten Planungen stünden fest.

Das ist bisher geschehen

Das aus den 30er-Jahren stammende Gebäude ist in den vergangenen Jahrzehnten seit dem Abzug der belgischen Streitkräfte heruntergekommen, und es gab einige Eigentümerwechsel. Dabei gab es auch Versuche, in dem ehemaligen Mannschaftsgebäude Wohnungen zu schaffen. Im Oktober wird nun nach Auskunft von René Schrage das Baugerüst aufgestellt, soll mit der kompletten Sanierung einschließlich Entkernen des unter Denkmalschutz stehenden Bauwerkes begonnen werden.

Als Einzelkulturdenkmal sei es in der gesamten, unter Denkmalschutz stehenden Anlage eingetragen. Bauende soll Ende 2019 sein. 20 Wohnungen werden verkauft, 18 will der Investor selbst vermieten. Das Objekt sei für Kleinanleger und zugleich aus steuerlicher Sicht interessant. Fenster und Türen werden neu eingesetzt, ein Aufzug gebaut. Die Aufträge seien an Unternehmen aus der Region vergeben worden.

So lange wird geplant

Schrage ist mit seiner 1 A-Immobilienservice GmbH in Kassel mit der Vermarktung betraut. Er habe erneut mit Bad Arolser Investoren gesprochen, die nun ihr weiteres Interesse an einem Erwerb von Eigentum bekundet hätten. Schrage selbst hat in einem Verbund von vier Gesellschaftern 2013 die Immobilie erworben und sich um eine Sanierung bemüht. Die damaligen Pläne seien nicht realisiert worden, weil zwei Gesellschafter sich nicht mit den Plänen anfreunden konnten. Dabei sei alles vorbereitet gewesen, habe er, Schrage, drei weitere Investoren ins Boot geholt.

2015 sei das Gebäude dann an ein Unternehmen verkauft worden. Darauf wurden nach Auskunft von Schrage die Pläne für die Sanierung erstellt und die Baugenehmigung beantragt, die inzwischen vorliege. Auf der Basis dieses Baukonzeptes und der Baugenehmigung habe der Privatinvestor schließlich das Mannschaftsgebäude erworben und wolle in Kürze den Kaufvertrag beurkunden lassen.

So oder so würde nach den Worten von Schrage investiert: „Hätte der Investor das Gebäude nicht gekauft, hätte ich es getan und das Projekt realisiert.“

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare