Wohn mit alle dem vielen Laub?

Für Arolser, Twistetaler und Volkmarser stehen zwei Laubannahmestellen offen

Autos warten auf der Straße zwischen Twiste und Braunsen an der Einfahrt zur Kläranlage und zum Schredderplatz.
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Lange Schlangen an der Zufahrt zum Schredderplatz zwischen Twiste und Braunsen. Hier wird neuerdings auch Laub aus privaten Gärten angenommen, allerdings nur freitagnachmittags und samstags.

Der Herbst bringt die Wahrheit an den Tag: Ein Garten ist schön, macht aber richtig viel Arbeit. Und dann heißt es regelmäßig: Wohin mit dem Laub und dem Baumschnitt?

Bad Arolsen - Die Stadt Bad Arolsen hatte auf diese Frage eine sehr bürgerfreundliche und stadtnahe Lösung parat: Laubcontainer am städtischen Betriebshof in der Uplandstraße. Diese kostenlosen Container stehen nun nicht mehr zur Verfügung.

Stattdessen werden die Gartenbesitzer vom Bürgermeister nun an die Annahmestelle neben der Kläranlage Twiste verwiesen. Hier haben die Nachbargemeinden Twistetal und Bad Arolsen gemeinsam die abfallrechtlichen Voraussetzungen für den Betrieb eines Schredderplatzes und einer Annahmestelle für Gartenabfälle geschaffen.

Wenn Laub wie Abfall behandelt werden muss

„Das war nicht ganz einfach und ist mit laufenden Kosten verbunden“, erklärt Bürgermeister Jürgen van der Horst: „Das muss man wissen, dass Laub, sobald es auf dem Boden liegt, als Abfall gilt, für dessen Einsammlung und Lagerung strenge Regelungen gelten.“ Das Genehmigungsverfahren sei nun für das Gelände neben der Kläranlage durchgezogen worden und auch in Volkmarsen gebe es eine Annahmestelle. Beide Plätze würden nun von der Kommunalbetriebe Nordwaldeck GmbH (KBN) betrieben.

Die KBN übernehmen auch die Personalkosten für die Mitarbeiter, die freitags und samstags die Annahme beaufsichtigen. Die Kosten für diesen Service würden letztlich von den Gebührenzahlern der grünen Biotonnen in Bad Arolsen und Volkmarsen finanziert.

Alternative: Zweite oder dritte Biotonne für zwei Monate bestellen

Allein deshalb sei es nicht möglich, auf Kosten der Gebührenzahler eine weitere Annahmestelle in der Bad Arolser Innenstadt zu finanzieren, so der Bürgermeister. Abgesehen davon sei der Betriebshof auch Arbeitsstätte für 30 städtische Mitarbeiter mit alle ihren Fahrzeugen. Wenn hier Laubcontainer stünden, müssten auch die Vorschriften der Arbeitssicherheit und der Verkehrssicherungspflicht eingehalten werden. Das sei angesichts des Andrangs zu den Hochzeiten der Laubanlieferung einfach nicht zu leisten.

Allerdings räumte der Rathauschef ein, dass eine Ausweitung der Öffnungszeiten des Schredderplatzes an der Kläranlage Twiste zu den Stoßzeiten im Herbst nachgedacht werde. Im Übrigen regt der Bürgermeister an, dass Gartenbesitzer im Herbst zusätzliche grüne Tonnen bei den KBN bestellen. Das sei problemlos über ein oder zwei Monate möglich und koste nicht die Welt.

Bürgermeister kompostiert Gartenabfälle in seinem Garten

Er selber kompostiere das in seinem Garten anfallende Laub und strecke die Abfuhr des Heckenschnitts über die grüne Tonne im Laufe der Wintermonate. Er komme völlig ohne Fahrten zum Schredderplatz aus, so der Bürgermeister. (Elmar Schulten)

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