Sechs Mietwohnungen in der früheren Pension Robitsch 

Wohnen in der Wetterburger Straße: Alte Villa ganz modern

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Wohin mit dem alten Schild? Bernd Zimmermann hat zusammen mit seinem Bruder die ehemalige Pension Robitsch in der Wetterburger Straße gekauft und über zwei Jahre fachmännisch saniert und modernisiert. In der Backsteinvilla sind nun sechs schicke Wohnungen entstanden, die schon alle vermietet sind. 

Nach zwei Jahren Umbau- und Modernisierungsarbeiten präsentiert sich die ehemalige Pension Robitsch wieder als schicke Adresse in der Wetterburger Straße.

 Bad Arolsen. Die Brüder Bernd und Stefan Zimmermann haben die alte Backsteinvilla mit Erker und sechs verspielten Dachgauben mit Türmchen aus dem Dornröschenschlaf erweckt. Der verwilderte Garten wurde freigeräumt, die Kellermauern freigelegt und fachmännisch gegen Feuchtigkeit isoliert.

Der Haupteingang wurde von der Seite nach hinten verlegt. Hier ist auch ein moderner Aufzug eingebaut worden, der über vier Etagen vom Kellergeschoss in das zweite Obergeschoss führt. Sechs schicke Wohnungen mit jeweils rund 80 Quadratmetern sind in dem Altbau entstanden, die alle sehr schnell vermietet werden konnten.

Sonnenkollektoren auf dem Dach für Warmwasserversorgung

Der Clou: Im Keller gibt es eine kleine Gästewohnung, die alle Mieter im Haus je nach Bedarf auf Zeit für ihre Gäste mieten können.

„Wir haben hier Neubaustandard in einem Altbau“, schwärmt Bernd Zimmermann und wird ganz konkret: „Der Wandaufbau ist 45 Zentimeter Vollziegelstein, dann haben wir innen eine sechs Zentimeter dicke Holzwoll-Dämmung aufgebracht und eine USB-Platte als Dampfbremse und einen Gipskarton. Somit haben wir die Oberflächentemperatur der Innenwand erhöht und eine optimale Wärmedämmung. Wir haben schon gemerkt, dass sich die Wohnungen quasi selber heizen. Dazu tragen die großen Fensterflächen bei.“

Beheizt wird das Gebäude mit Gas. Auf dem Dach sind Sonnenkollektoren zur Warmwasseraufbereitung montiert.

Auf Zuschüsse aus dem Denkmalschutzprogramm verzichtet

Die Bauzeit hat sich über zwei Jahre hingezogen, weil die Bauherren vom Schreinerbetrieb Zimmermann in Elleringhausen sehr häufig ihre eigenen Mitarbeiter eingesetzt haben und zwar immer dann, wenn gerade im Betrieb nicht allzu viele Aufträge abzuarbeiten waren, also vornehmlich in den Wintermonaten: „Wir haben somit auch Arbeitsplätze im Winter gesichert“, stellt Zimmermann heraus.

Die Bauherrn haben viel Herzblut in die Erhaltung der alten Bausubstanz gesteckt und dabei völlig auf Zuschüsse aus der Denkmalpflege verzichtet.

Erinnerungsstücke eingemauert

Quasi das Tüpfelchen auf dem „i“ war der Einbau von verzinkten Turmspitzen auf den Erkern. In die Turmzier ließen die Handwerksmeister nach alter Handwerkstradition Exemplare der Waldeckischen Landeszeitung einlegen, damit künftige Generationen bei dann fälligen Sanierungsarbeiten einen Eindruck von der Lage im Jahr 2020 bekommen.

„Wir haben im ganzen Haus an mehreren Stellen Zeitkapseln eingebaut“, erzählt Bernd Zimmermann mit schelmischem Blick: „Mal ein Paar Flaschen Arolser Bier, mal ein paar Münzen. Künftige Bauhandwerker sollen auch ihre Freude bei der Arbeit haben.“

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