Bürgerinformation am 26. Februar geplant

Wohnmobilplatz treibt Entwicklung am See an

Bad Arolsen - Über große Pläne für den Twistesee sollen die Bürger in einer Informationsveranstaltung am 26. Februar in der Twisteseehalle unterrichtet werden.

Dazu werden nicht nur die Bürger aus Wetterburg, sondern auch die von Braunsen und Neu-Berich erwartet. Denn deren Gemarkungen sind ebenso betroffen. Am Staudamm soll der bestens genutzte Wohnmobilplatz mit derzeit 120 Plätzen auf das gesamte Parkplatz-Areal ausgedehnt werden, was die Schaffung neuer Stellflächen möglicherweise unterhalb des Staudamms erforderlich macht. Zudem zeichnet sich nach dem Ausklang des Stadtumbaus Nordwaldeck für Wetterburg ein neues Förderprogramm ab, wie Bürgermeister Jürgen van der Horst gestern im Beisein der Wohnmobilplatz-Betreiber, des Planungsausschussvorsitzenden Holger Versloot sowie der drei Ortsvorsteher erklärte. Das Ehepaar Sigrid und Ludwig Stümpe hat seit der Eröffnung des mehrfach preisgekrönten Wohnmobilplatzes vor dreieinhalb Jahren einen steilen Anstieg der Gästezahlen verzeichnet. Nach 17 000 Gästen im vorvorigen waren es bereits 23 000 im vergangenen Jahr. Dabei wurde das ursprünglich 40 Stellflächen umfassende Gelände auf nunmehr 120 Plätze auf den benachbarten Parkplatz ausgedehnt. „Der Platz läuft sehr gut, und wir wollen ihn zu einem der größten Deutschlands entwickeln“, sagte Sigrid Stümpel. Dafür ist bereits der Kiosk mit öffentlichen Mitteln erweitert und modernisiert worden und soll künftig auch der übrige Parkplatz genutzt werden. „Lieben Dank an die Stadt, dass sie uns ermöglicht hat, was in vier Jahren Suche in anderen Kommunen nicht möglich war“, unterstrich sie gestern. Nach dem Scheitern der ursprünglich von einem norddeutschen Investor geschmiedeten Campingplatz-Pläne werde mit dem Wohmobilgelände inzwischen eine Erfolgsgeschichte geschrieben, sagte der Wetterburger Ortsvorsteher Gerd Frese. Die hohe Gästezahl mache sich auch vor Ort in der Gastronomie bemerkbar. Das Potential für eine weitere Entwicklung sei vorhanden, auch die Bürger seien berufen, sich an der Ideenbörse zur Verknüpfung von Natur, See und Tourismus zu beteiligen. Mit dem Wohnmobilplatz sei ein echter Schritt nach vorne im Tourismus getan worden, sagte Holger Versloot. Nun müssten sich die städtischen Gremien der Klagen der Bürger über fehlende Parkplätze befassen. Angesichts von Überlegungen, neue Pkw-Stellflächen unterhalb des Staudamms zu schaffen, wies Versloot auch auf die Bereitstellung von Behindertenparkplätzen hin. Schließlich müsste von den Stellplätzen aus ein steiler Anstieg zu Staudamm und Cafe unternommen werden. Auch müsse die Kostenfrage offen diskutiert werden. „Wir sind aber positiv gesonnen“, erklärte der Ausschussvorsitzende. Für einen neuen Parkplatz sind mehrere Entwürfe erarbeitet worden, wie van der Horst berichtete. Optimistisch äußerte sich der Neu-Bericher Ortsvorsteher Hans Konn: „Genügend Flächen sind da, wir werden eine Lösung finden.“ Konn regte an, eine bessere Verbindung zwischen Neu-Berich und dem Staudamm zu schaffen. Ähnlich äußerte sich der Braunser Kollege Dr. Günter Steiner, der sich eine Verbesserung des Wanderwegs zwischen Vorstau und Braunsen wünscht. Er unterstrich, das die beiden Pensionen im Ort von der Entwicklung am Twistesee profitierten . Informiert und diskutiert wird am 26. Februar auch über eine Verbesserung der Flächen am Vorstau, einen Ideenwettbewerb unter Bürgerbeteiligung zur Gestaltung des Ostufers oder den Bau eines Carports bei der DLRG-Station. Für Wetterburg ist eine „Anreizförderung“ vorgesehen, die die Sanierung privater Gebäude anstoßen soll. (ah)

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