Museum der Stadt und Museumsverein präsentieren weitere Künstlerin im Schloss

Wollfäden zum Blühen gebracht

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Wie wandfüllende Ornamente muten die „bezaubernden Blüten“ an, die Susanna Taras in der neuen Ausstellung im Schloss zeigt. Die Vernissage ist am Freitagabend.

Bad Arolsen - Susanna Taras ist eine Künstlerin, die ihre Bilder mit geknüpften Wollfäden „malt“. Ihre „Bezaubernden Blüten“ sind ab morgen in der gleichnamigen Ausstellung im Arolser Residenzschloss zu bewundern.

Wer die Künstlerin inmitten ihrer rankenden Reliefs und leuchtend farbi-gen Wandbilder erleben möchte, hat dazu aber schon heute Abend Gelegenheit. Um 19 Uhr laden das Museum Bad Arolsen und der Museumsverein zur Eröffnung der Ausstellung ein.

Diese wartet mit äußerst farbenfrohen und ausladend gestalteten Bildern, Installationen, metallenen Reliefs und Collagen auf, wie sie im zeit-genössischen Kunstbetrieb eher selten zu finden sind.

Prägend für jedes der gezeigten Werke sind die floralen oder ornamentalen Formen, die oft auch fließend ineinander übergehen. „Die Künstlerin bekennt sich ganz offen zum Schönen, zum Gegenständlichen“, bringt es Udo Reuter, Vorsitzender des Museumsvereins, auf den Punkt.

Egal, ob überdimensionale Veilchenblüte oder leuchtend rosa Winde, die sich wie ein wild wuchernder Teppich über die barocken Wände zieht: Die gezeigte Auswahl hat Susanna Taras eigens für das Arolser Schloss zusammengestellt. Die in Stuttgart lebende Künstlerin blickt auf eine beachtliche Ausstellungstätigkeit zurück.

Schönheit und Sinnlichkeit

Die Arolser Schau hat daher retrospektiven Charakter. Dennoch wird jede Ausstellung sorgfältig und, wie im Fall der „Bezaubernden Blüten“, bis ins Detail vorbereitet.

Für das Residenzschloss habe Taras die Räume im maßstabsgetreuen Miniaturmodell nachgebaut und darin Fotos ihrer Kunstwerke arrangiert: „Das ist eine bewusst geplante Gesamtkomposition“, wie Museumsleiterin Dr. Birgit Kümmel erklärt. Für das Museumsteam hieß das, zuerst sämtliche Textilarbeiten einzeln auf speziell angefertigten Schablonen zu befestigen, um sie dann gezielt an die Wände zu bringen. In den verspielten und sinnenfrohen Arbeiten, regelrechten „Blumenopern“, sieht Kümmel durchaus einen Bezug zum Ausstellungsort, habe doch das Barocke in allen Künsten „Schönheit und Sinnlichkeit favorisiert“.

Aus einem ganz anderen Kulturkreis, dem Hinduismus, hat sich Susanna Taras zu der ausgeprägten Farbigkeit ihrer Werke inspirieren lassen. Selbst die in der aktuellen Frühjahrsmode allgegenwärtigen Neonfarben leuchten, mit Viskose-fasern zu orientalischen Wandbildern verknüpft, dem Besucher aus einem holzgetäfelten Raum entgegen.

Die Ausstellung „Bezaubernde Blüten“ wird bis zum 30. Juni im Museum Bad Arolsen gezeigt. Öffnungszeiten: Mittwoch bis Samstag von 14.30 bis 17 Uhr, Sonntag von 11 bis 17 Uhr. Sonntagsführungen um 11.15 Uhr am 28. April, 5./12./19. Mai, 2./9./23./30. Juni und nach Vereinbarung. Info unter Telefon 05691/625734 und im Internet: www.museum-bad-arolsen.de

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