Schäfer-Stiftung will das Haus Schreiber für Stadt erhalten

Wunder gibt es immer wieder

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Der barocke Garten und die dreiflügelige Anlage des Schreiberschen Hauses machen das Gebäude zu einem einzigartigen Museum.

Bad Arolsen - Als der Magistrat ankündigte, das Schreibersche Haus verkaufen zu wollen, um damit einen Beitrag zur Entschuldung zu leisten, war der Schrecken bei den Museumsfreunden groß. Umso größer nun die Freude über die gefundene Lösung.

Er habe nach seinem Abitur in Bad Arolsen eine gute Entwicklung gehabt. Nun sei es an der Zeit, der Gesellschaft etwas von dem Guten zurückzugeben, das er erfahren habe. Mit diesem selten freizügigen Bekenntnis wandte sich Heinz-Jürgen Schäfer an den Magistrat und bot an, das Schreibersche Haus für die Hannelore-und-Heinz-Jürgen-Schäfer-Stiftung zu erwerben.

Das Ehepaar hat die Stiftung zur Förderung des Kulturlebens in Bad Arolsen bereits 2004 begründet und seitdem schon viele kleinere Projekte gefördert. Nun ist das Ehepaar bereit, aus seinem Privatvermögen den Kaufpreis zu bezahlen und damit das Stiftungsvermögen noch einmal aufzustocken.

Anders als noch vor einigen Jahren seien die Zinsen am Kapitalmarkt nicht mehr so, dass aus dem Ertrag einer Stiftung ein Museum unterhalten werden könne. Deshalb hat Schäfer vorgeschlagen, die laufenden Kosten für die Unterhaltung und die künftigen Kosten größerer Reparaturen (demnächst muss die Heizungsanlage von 1981 erneuert werden) auf drei Säulen zu stellen.

Eine Säule finanziert die Stiftung, eine weitere in Höhe von 15 000 Euro jährlich finanziert die Stadt. Der Museumsverein bemüht sich, aus den Reihen seiner Mitglieder und weiterer Sponsoren die dritte Säule zu bilden. Für die Stadt bedeuten die 15 000 Euro eine überschaubare Größe im Vergleich zu den bisher jährlich aufzubringenden 30 000 Euro.

Künftigen Großreparaturen wollte der Stadt durch den Verkauf ganz aus dem Weg gehen. Bürgermeister van der Horst: „Das vorliegende Konzept bietet die Chance, das städtebaulich so wertvolle Haus Schreiber auch künftig für die Kulturarbeit zu erhalten.

Das muss aber von Stadt und Bürgerschaft nicht nur gewollt sein, sondern auch gemeinsam getragen werden.“ Als Vorsitzender des Museumsvereins berichtete Udo Reuter, dass ihm bereits zahlreiche Zusagen von spendenwilligen Mitgliedern vorliegen. Allerdings gebe es noch eine Finanzierungslücke, die nun nach Bekanntwerden des Finanzierungsplans hoffentlich bald geschlossen werden könne.

Der Museumsverein sei in der Lage, Spendenquittungen auszustellen und bittet daher um regelmäßige Zuwendungen in beliebiger Höhe. Kleinspenden von 25 Euro seien dazu ebenso willkommen wie größere Summen einmalig oder regelmäßig.

Nun komme es darauf an, Freunde der Bad Arolser Museumslandschaft zu einem Beitrag zur Finanzierung des Schreiber‘schen Hauses zu bitten.

Weitere Auskünfte erteilt der Verein unter diesen Telefonnummern. 05691/625-734 oder 05691/4748

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