TuSpo gibt Anstoß

Drei Millionen Euro vom Bund für Jugendfußball-Leistungszentrum Nordwaldeck in Mengeringhausen

Mannschaftsspiel: Das Team des städtischen Bauamtes und vom TuSpo Mengeringhausen haben den Antrag auf Bundesmittel für den Bau eines Leistungszentrums Fußball Nordwaldeck ausgearbeitet: Drei Millionen Euro hat der Bundestagshaushaltsausschuss dafür bewilligt.
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Mannschaftsspiel: Das Team des städtischen Bauamtes und vom TuSpo Mengeringhausen haben den Antrag auf Bundesmittel für den Bau eines Leistungszentrums Fußball Nordwaldeck ausgearbeitet: Drei Millionen Euro hat der Bundestagshaushaltsausschuss dafür bewilligt.

Kaum glauben konnten es die TuSpo-Jugendleiter: Der Bundestagshaltsausschuss bewilligte am Mittwoch drei Millionen Euro für ein Jugend-Leistungszentrum Fußball Nordwaldeck in Mengeringhausen.

Arolsen-Mengeringhausen – Über die Bewilligung durch den Haushaltsausschuss berichtete die Bundestagsabgeordnete Esther Dilcher anschließend in einer Mitteilung.

Mit dem insgesamt 3,35 Millionen Euro teuren Trainingszentrum will der TuSpo Mengeringhausen als Verein mit den meisten Jugendfußballern in Nordwaldeck die Zukunft des Fußballs sichern. Die Fußballsparte zählt 450 Mitglieder, davon 200 Jugendliche.

.Gespielt wird in drei Senioren- und in zwölf Jugendmannschafte Über Spielgemeinschaften sind die Mengeringhäuser mit anderen Vereinen der Region verbunden. Dabei wird auch wichtige Arbeit zur Integration geleistet.

Das Gelände des alten Bundeswehrsportplatzes an der Hagenstraße soll für den Bau des Leistungszentrums genutzt werden: Geplant sind ein großer Rasenplatz für Wettkämpfe und ein kleinerer, aber auch für Wettkämpfe geeigneter Multifunktionsplatz mit Kunstrasen.

Zudem entsteht dort endlich auch eine Flutlichtanlage. Um die größere Anzahl an Trainierenden und Betreuern aufnehmen zu können, muss ein größeres Sportlerheim mit deutlich mehr Umkleiden und größeren sanitären Anlagen gebaut werden. Darüber hinaus entsteht ein größerer Parkplatz.

„Wir sind seit Jahren dran, bessere Trainingsmöglichkeiten zu schaffen und die nötigen Mittel zu bekommen“, sagte der stellvertretende Jugendleiter Lothar Föll am Mittwochnachmittag bei der mündlichen Bekanntgabe durch Bürgermeister Jürgen van der Horst, der mit den Sportfunktionären auf die ersehnte Mitteilung der Bundestagsabgeordneten Dilcher wartete.

Mit den Trainingsmöglichkeiten ist der TuSpo am Limit angekommen. Jugendleiter Christoph Klein: Zwar ständen hoch motivierte Betreuer und Trainer sowie engagierte Eltern bereit, um den Aufbau des Fußballnachwuchses zum Erfolg zu bringen.

Doch dieses Engagement drohe aufgrund der Rahmenbedingungen zu erlahmen. Der vorhandene Platz am Hagen sei nicht geeignet für die Trainingsarbeit und momentan gesperrt. Das Kleinfeld ist nicht bespielbar.

Trainiert und gespielt wird daher viel auswärts: auf den Sportplätzen in Berndorf, Massenhausen und vom Berufsbildungswerk in Bad Arolsen. Der hohe Aufwand durch Fahren und die mangelhaften Trainingsbedingungen dürften die Einsatzfreude der Betreuer auf Dauer lähmen, so Klein.

Mit dem neuen Leistungszentrum lässt sich nach Einschätzung von Föll auch die neue Strategie des Deutschen Fußballbundes verwirklichen, möglichst viele Kinder und Jugendliche für Fußball zu begeistern, ohne den Leistungsgedanken allzu stark in den Vordergrund zu rücken. „Wer will, der kann dennoch in den leistungssportlichen Bereich eintreten“, so Föll.

Sportlich war auch die letzte Etappe der Antragstellung beim Bund: Innerhalb von zehn Tagen musste das Team vom städtischen Bauamt in Zusammenarbeit mit dem TuSpo und auf der Basis von dessen Konzept für eine zukunftsfähige Sportanlage die Unterlagen einreichen.

Die Bundesmittel stammen aus dem Förderprogramm „Sanierung kommunaler Einrichtungen“. Aktuell sind 200 Millionen bewilligt worden, mit denen in ganz Deutschland 105 Projekte gefördert werden, 13 davon von Nordhessen. In Waldeck-Frankenberg werden das Sportzenrum Mengeringhausen und ein Projekt in Gemünden gefördert.

„Gerade in Zeiten, in denen Kommunen mit sinkenden Gewerbesteuereinnahmen und anderen Einnahmeausfällen zu kämpfen haben, war es uns als Große Koalition und als SPD wichtig, dass wir die Wirtschaft auch durch öffentliche Investitionen unterstützen und vor allem die Kommunen bei ihren Sanierungsmaßnahmen nicht alleine lassen“, erklärt MdB Esther Dilcher dazu.

Bereits Mitte März hat der Haushaltsausschuss des Bundestages aus dem gleichen Förderprogramm 3,8 Millionen Euro für ein „Inklusives Sportzentrum“ auf dem Areal des jetzigen Richard-Beekmann-Stadions bewilligt. (Von Armin Haß)

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