Die Zukunft im Blick  

Landau präsentiert sich im Landeswettbewerb „Unser Dorf“ als attraktive Wohnstadt

+
Aufgeschlossen unterwegs, aber mit kritischem Blick: Die Bewertungskommission für den Regionalentscheid „Unser Dorf“ besuchte die Bergstadt Landau und vergab Punkte in den Kategorien Grün- und Baugestaltung sowie bürgerschaftliches Engagement.

Bad Arolsen-Landau. Das Wettbewerbsmotto „Unser Dorf hat Zukunft“ ist programmatisch. Es geht im Landeswettbewerb längst nicht mehr darum, Dörfer mit Blumenkästen zu verschönern.

Was die Bewertungskommission sehen will, sind individuelle Antworten auf die Herausforderungen des demografischen Wandels: Wie kann die ländliche Region zukunftsfähig sein und die Abwanderung von jungen Leuten in die Ballungsräume stoppen? 

Das Thema bewegt die Bergstadt Landau schon seit zehn Jahren. Das Projekt Landliebe der Uni Kassel hat den Anstoß für viele Projektideen in Landau gegeben. 

Landau im Landeswettbewerb "Unser Dorf hat Zukunft"

Die Landliebe lebt auch nach über zehn Jahren mit immer neuen Ideen und Machern fort. Zahlreiche greifbare Ergebnisse wurden am Montag der Bewertungskommission im Regionalentscheid „Unser Dorf“ präsentiert: Besonders stolz sind die Landauer auf die vielen Neubürger, die in den vergangenen Jahren für sich entschieden haben, die Bergstadt zu ihrem neuen Lebensmittelpunkt zu machen. 

Der Rundgang durch die Straßen der Altstadt führte gleich zu mehreren Neubürgern, die ihre Türen öffneten und über ihre Beweggründe sprachen, sich in Landau niederzulassen. Der Kindergarten und die Schule spielen dabei, vor allem für Familien mit Kindern, eine große Rolle. - Ein Grund, warum der Ortsbeirat auch weiterhin bei der anstehenden Neufassung des Schulentwicklungsplanes für den Fortbestand der kleinen Grundschule am Kump mit ihren 30 Schülern kämpfen will. 

Ebenso wichtig sind heute Breitbandanschluss für schnelles Internet und LTE-Netz für den Mobilfunk. Ein Glücksfall war für Landau die Entscheidung des Hotelkaufmanns Alexander Fitz, nicht nur seinen Wohnsitz, sondern auch einen Teil seiner Firmenzentrale ins Landauer Schloss zu verlegen. 

So entstehen hier nicht nur Arbeitsplätze in der Gastronomie. Fitz plant sogar, einen Hofladen in eine der sanierten Scheunen zu integrieren, wie er der staunenden Bewertungskommission verriet. 

Angekommen sind auch die neuen niederländischen Pächter, demnächst Eigentümer im Landgasthof Kranz. Die Betreiber des neuen Kinderheims schwärmten ebenso wie die Familie Eckert.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare