Pastoralvereinbarung der katholischen Kirchengemeinde

Wie soll es weitergehen? - Zukunftsaufgaben für katholische Kirchengemeinde Bad Arolsen formuliert

Mitglieder der katholischen Kirchengemeinde Bad Arolsen stehen mit Mund-Nasen-Schutz rund um den Altar der katholischen Kirche St. Peter und Paul in Mengeringhausen.
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Drei Jahre lang hat einer Steuerkreis von zwölf engagierten Gemeindemitgliedern an der Pastoralvereinbarung für die katholische Kirchengemeinde Bad Arolsen gearbeitet. Allerheiligen 2020 überreichte Domprobst Monsignore Joachim Göbel das von Bischof Hans-Josef Becker gebilligte und unterzeichnete Vertragswerk an Pfarrer Peter Heuel in der katholischen Kiche St. Peter und Paul. Foto: Elmar Schulten

Drei Jahre lang hat ein Steuerkreis von zwölf engagierten Gemeindemitgliedern an der Pastoralvereinbarung für die katholische Kirchengemeinde Bad Arolsen gearbeitet.

Bad Arolsen-Mengeringhausen - Beim Sonntagsgottesdienst zu Allerheiligen überreichte Domprobst Monsignore Joachim Göbel das von Bischof Hans-Josef Becker gebilligte und unterzeichnete Vertragswerk an Pfarrer Peter Heuel in der katholischen Kirche St. Peter und Paul.

Die Pastoralvereinbarung gibt Antworten auf die Zukunftsfragen der Gemeinden: Wie kann künftig mit den vorhandenen Ressourcen ein möglichst lebendiges Gemeindeleben gestaltet werden? Welche Angebote werden dringend benötigt? Welche früheren Angebote werden weniger nachgefragt?

Vom Erzbischof gebilligt und unterzeichnet

Vor allem sind alle Gemeindemitglieder aufgefordert, sich mit ihren Talenten in die Arbeit einzubringen. Start für den pastoralen Prozess war im September 2017. Die Pastoralvereinbarung wurde schon am 9. März vom Paderborner Erzbischof Hans-Josef Becker gebilligt und unterzeichnet. Am 15. März hätte sie bereits an die Gemeinde übergeben werden sollen, doch dann machte der erste Corona-Lockdown einen Strich durch die Rechnung. Nun wurde die feierliche Überreichung unter Corona-Bedingungen nachgeholt.

Pastoralvereinbarung unter Dach und Fach: Im Allerheiligen-Gottesdienst wurde gestern der Abschluss des dreijährigen pastoralen Prozesses gefeiert. Nun muss die Vereinbarung mit Leben erfüllt um umgesetzt werden.

In den beiden Kirchen der katholischen Kirchengemeinde Bad Arolsen gelten wie überall die Abstandsregeln und Maskenpflicht. Nur die Redner am Ambo und Altar nahmen kurz ihre Masken ab.

Gemeinde ohne Pfarrer, Kirche mit undichtem Dach

Angesprochen werden in der Pastoralvereinbarung auch so unangenehme Themen wie: „Wir bereiten uns auf eine Zeit ohne Pfarrer vor.“ Die vorausschauende Gemeinde denkt über eine Zeit nach, in der es in Bad Arolsen dauerhaft keinen Priester mehr vor Ort geben wird. Deshalb sollen neue Leistungsmodelle erprobt werden.

Nicht ausgespart wird ebenso die Frage, was langfristig aus der Mengenringhäuser „St. Peter und Paul“ werden soll. Die in den 60er Jahren von der Bundeswehr für ihre katholischen Soldaten im mehrheitlich evangelischen Mengeringhausen gebaute Kirche hat ein undichtes Dach und eine defekte Heizungsanlage. Soll das Gebäude bei sinkenden Zahlen von katholischen Gemeidnemitgleidern erhalten oder abgerissen werden?

Blumen und ein dickes Dankeschön

Für die Mitglieder der Steuergruppe hatte Pfarrer Heuel Blumensträuße vorbereitet. Es waren dies Isabelle von Elverfeldt. Ralf Becker, Silvia Grieneisen, Leonie Jedicke, Veronika Marschall, Christina Mennen, Domenica Schmidt-Meitzner, Gilla Vollbracht und Pfarrer Heuel selbst, außerdem die beiden Gemeindeberaterinnen Ute Schreckenberg und Susanne Wiehen. (Von Elmar Schulten)

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