Firma alu-tec von Breuna nach Bad Arolsen

Zukunftspläne an neuem Standort

Bad Arolsen - Zurück zu den Wurzeln und mit neuen Investitionen weiter in die Zukunft geht das metallverarbeitende Familienunternehmen WVG alu-tec mit dem Umzug von Breuna nach Bad Arolsen.

Die Firmenleitung hat die ehemaligen Liegenschaften der Firma ZVT im Gewerbegebiet Mengeringhäuser Feld mit 25 000 Quadratmetern Grundstück und 8500 Quadratmetern Nutzfläche erworben. „Ein wichtiger Meilenstein für unser Wachstum“, sagte Geschäftsführer Armin Gruhs bei der Schlüsselübergabe durch Heinz Jasken von dem seit 2014 für die Bewirtschaftung der Immobilien zuständigen Gutachterbüro GBS in Berlin. Das ursprünglich in Helsen gegründete Unternehmen beschäftigt 35 Mitarbeiter und produziert zur Hälfte für die Möbelindustrie Aluminiumteile. Auch in den USA verwendet ein Möbelhersteller Teile von alu-tec. Hergestellt werden die Produkte im Aluminiumkokillenguss. Die Entwicklung neuer Erzeugnisse, der eigene Werkzeugbau, die mechanische Bearbeitung und Veredelung der Oberflächen haben dem Unternehmen einen guten Platz auf dem Markt für Aluminiumprodukte gesichert. Zwar werden die Teile per Hand gegossen, doch gehört auch moderne Technologie zum Herstellungsprozess. CNC- (Computerized Numerical Control-)Metallbearbeitung und -fertigung stellen eine schnelle und rationelle Produktion sicher. Neue Investitionen In den nächsten Wochen werden zwei neue CNC-Maschinen angeschafft und in den neuen Betriebsräumen aufgestellt. Insgesamt werden vier solcher computergesteuerter Maschinen für die Produktion eingesetzt. Vier neue Schmelzöfen sind darüber hinaus bestellt werden. Damit verfügt das Unternehmen über insgesamt acht solcher Anlagen. Die Betriebstemperatur von 1000 Grad wird dann nicht mehr durch Ölfeuerungen erzeugt, sondern durch Elektrizität. Damit wird dann auch die Qualität der Produkte verbessert, so Gruhs. Mit dem Einsatz neuer Maschinen werden weitere Arbeitskräfte benötigt. Und in fünf bis acht Jahren will alu-tec mit Druckgussmaschinen in einen weiteren Technologiebereich vorstoßen, um die in der Möbelindustrie benötigten größeren Stückzahlen liefern zu können. Begonnen hat das Unternehmen 1992 in deutlich kleinerem Rahmen in Helsen an der Prof.-Bier-Straße mit einer Gießerei. Doch bald wurde eine Erweiterung erforderlich, und 1996 erfolgte der Einzug in den Neubau in Breuna. Nach zwanzig Jahren kehrt das Unternehmen wieder zurück. Bis im kommenden Jahr der Betrieb in der ehemaligen ZVT-Immobilie voll anlaufen kann, steht noch einiger Stress an, muss die Verlagerung nach einem straffen Zeitplan organisiert werden. Für die Liegenschaften in Breuna haben sich bereits konkrete Interessenten gefunden. Gruhs hatte bereits die Pläne für einen Erweiterungsbau von einem Architekten erstellen lassen, da bot sich dann der Umzug in die passenden Räumlichkeiten ganz in der Nähe des Wohnorts Helsen an. „Das ist das Objekt für unsere Zukunft“, schwärmt Gruhs. Starke Partner Seit Ende April die ersten Kontakte für den Erwerb der Firmengebäude geknüpft wurden, ging es nach Einschätzung von Gruhs erstaunlich schnell. Starke Partner habe er in der Stadt, der Bank und in der Familie gefunden – neben seiner Ehefrau Susanne Eiben-Gruhs ist der seit 2015 für den Bereich Forschung und Entwicklung zuständige Sohn Aaron Gruhs im Unternehmen aktiv. Positiv verlaufen seien bisher die Gespräche mit dem Kreisbauamt, bei denen es vor allem um Fragen des Brandschutzes ging. Bürgermeister Jürgen van der Horst äußerte sich erfreut über die „ambitionierten Ziele“ und die personelle Entwicklung. Als Partner wolle die Stadt Bad Arolsen gerne bei der Wirtschaftsförderung vermitteln. Zudem sei das Unternehmen gerne gesehen in den Netzwerken mit heimischen Unternehmen, Ausbildungsbörse, Berufsorientierungsseminaren und Nachwuchsförderung in Nordwaldeck.

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