Bad Arolsen

Zwei großartige Konzerte am Ende des einwöchigen Jugendmusikfestivals

- Bad Arolsen (-es-). Eine unglaublich kreative Woche voller Musik und Tanz ist am Freitagabend in Bad Arolsen mit dem Abschlusskonzert des Internationalen Jugendmusikfestivals zu Ende gegangen. Was bleibt ist ein Gefühl von Völkerverbindung und Freundschaft.

Da stehen beim Big-Band-Konzert am Donnerstag in der Fürstlichen Reitbahn des Welcome-Hotels ein junger Schwede und ein Syrer, Martin Nordlöf Fröjd und Basel Rajoub, nebeneinander und zaubern mit ihren ganz unterschiedlich großen Saxofonen Töne in den Saal, wie sie die Stadt noch nicht gehört hat: Crossover von orientalischer Tradition und westlichem Jazz. – Ost trifft West. – Wenn Völkerverständigung doch nur immer so einfach wäre! Und dann am Freitagabend beim Abschiedskonzert: Die vielfach preisgekrönte schwedische Band aus Västerås spielt eine Komposition des renommierten syrischen Jazzmusikers Nareg Abajian, während die Gastgeber, die Schüler der Christian-Rauch-Schule, mit ihrer Big-Band eine Komposition aus Schweden auf die Bühnen bringen. Mindestens ebenso umwerfend ist das, was die Energy Dance Group aus Kingston im US-Bundesstaat New York im wahrsten Sinne auf die Beine gestellt hat: Zum eine wäre da die professionelle Tanzinszenierung zu Michael Jacksons Superhit „Thriller“ in gruseliger Zombie-Kostümierung. Zum anderen aber begeisterte die in Bad Arolsen mit Schülern aus Spanien und Deutschland einstudierten Salsa- und Hip-Hop-Tänze. Die Gruppe wuchs während des viertägigen Workshops in der Christian-Rauch-Schule immer mehr an, dass der engagierte Tanzgruppenleiter Drew Andrews, früherer Streetworker in den Straßen von New York, am Ende rund 80 Schüler anzuleiten hatte. Der Spaß war bei beiden, Tanzlehrer und Tänzern so groß, dass man sich gegenseitig mit Lob überhäufte und die Bad Arolser Schülerinnen sich mit kleinen Präsenten für Andrews und seine Frau artig vor großem Publikum bedankten. Und dann die Auftritte der perfekten Gesangs-Ensembles aus Polen und Estland! Hier scheint die Musik mit viel Ernst und Leistungswillen betrieben zu werden. Ebenso ist es bei der Jazz-Combo „MJ Next“ aus dem russischen Ekaterinburg: Die jungen Virtuosen beherrschen ihre Instrumente in Perfektion. Ebenso herzlich wie die Stimmung während des gesamten Festivals, klang die Begegnung der 200 jungen Musiker aus drei Kontinenten auch aus. Beim Abschlusskonzert am Freitag wurden Fähnchen geschwenkt und Tränchen getrocknet. Alle freuen sich auf ein Wiedersehen hier oder beim Gegenbesuch in ihren Heimatländern.

die schlnsten Bilder vom Jugendmusikfestival finden Sie auf dieser Bildergalerie.

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