Windparkfest in Massenhausen

Zwei neue Anlagen sind schon verkauft

Mit Sekt wird eine der neuen Windkraftanlagen bei Massenhausen getauft. V.l. Ortsvorsteher Friedhelm Rudolph, wpd-Projektmanager Ekkehard Darge, Bürgermeister Jürgen van der Horst und Erster Kreisbeigeordneter Jens Deutschendorf. Foto: Schulten

Massenhausen - Mit einem Windparkfest hat die Windkraftfirma wpd am Sonnabend in Massenhausen zwei neue Großanlagen in Betrieb genommen. Weitere sind geplant.

„Die Welt verändert sich. Wir sind mitten in der Energiewende. Bis 2050 soll 100 Prozent des Energiebedarf aus erneuerbaren Energiequellen gedeckt werden. Egal, wohin man schaut: Überall sieht man schon viele neue Windräder“, brachte der Erste Kreisbeigeordnete Jens Deutschendorf die Sache auf den Punkt und kam auch gleich auf die mit der Energiewende verbundenen Probleme zu sprechen: „Es wird eine große Herausforderung, Flächen zu finden, wo noch weitere Windkraftanlagen aufgestellt werden können.“

Die Landesregierung habe das Ziel vorgegeben: zwei Prozent der Landesfläche müssten für saubere Energie aus Windkraft zur Verfügung gestellt werden. Dabei seien selbstverständlich alle gebotenen Abstände zur vorhandenen Bebauung einzuhalten. Das große Ziel dürfe dabei aber nicht aus den Augen verloren werden.

Deutschendorf unterstrich, dass in der Energiewende ein großes wirtschaftliches Potential liege. Heimische Handwerker könnten daran ebenso teilhaben wie Investoren und Universitäten in der Region: „Innovation bringt uns nach vorn. Wir müssen neue Technologien entwickeln, etwa in der Speichertechnik und bei der Gestaltung der Stromnetze. Diese Technologien könnten sich später als Exportschlager erweisen.

Ähnlich äußerte sich auch Bürgermeister Jürgen van der Horst: Während noch vor 30 Jahren die erste Großwindanlage (Growian) belächelt worden sei, könne heute die Effektivität moderner Windanlagen überall bestaunt werden.

Spätestens seit der Reaktorkatastrophe von Fukushima herrsche in Deutschland ein gesamtgesellschaftlicher Konsens über die Notwendigkeit der Energiewende. Deshalb seien auch in Bad Arolsen noch eine Reihe von Anlagen geplant.

wpd-Projektmanager Ekkehard Darge berichtete, dass sein Unternehmen bereits eine Anlage mit rund zwei Megawatt Leistung in Kohlgrund sowie zwei in Massenhausen errichtet habe. Die beiden Massenhäuser im Wert von je rund drei Millionen Euro seien inzwischen an ein Konsortium aus hessischen Stadtwerken verkauft. Daran sei auch die Energie Waldeck-Frankenberg beteiligt.

Für das Fürstliche Forstamt entwickelt wpd einen weiteren Windpark im Wald zwischen Helsen, Neudorf und Rhoden. Im Auftrag der Stadt Bad Arolsen ist wpd mit der Projektierung des Windparks im Stadtwald von Mengeringhausen beauftragt.

Gemeinsam machten sich Darge, Deutschendorf, Bürgermeister van der Horst und Ortsvorsteher Friedhelm Rudolph daran, eine der neuen Windkraftanlagen mit einer Fontäne aus einer Flasche Sekt zu taufen.

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