BAD AROLSEN

Zwei Tagungen rund um den Tinnitus

- Bad Arolsen (-es-). Gleich zwei große Medizinkongresse werden in den kommenden beiden Wochen unabhängig von einander in Bad Arolsen ausgerichtet. Beide Veranstaltungen haben bundesweite Ausstrahlung.

150 HNO-Fachärzte, darunter 30 Klinikchefs, werden am 4. und 5. September zu einer wissenschaftlichen Fachtagung in Bad Arolsen erwartet. Die Veranstaltung klingt mit einem Symposium für Patienten aus. Gesellschaftlicher Höhepunkt der Veranstaltung ist ein Sinfoniekonzert, das das Große Orchester der Christian-Rauch-Schule unter Leitung von Rainer W. Böttcher am Sonnabend, 5. September, im Bürgerhaus gibt. Privatdozent Dr. Gerhard Hesse von der Privatklinik im Krankenhaus an der Großen Allee ist als amtierender Präsident der Vereinigung mitteldeutscher HNO-Ärzte Organisator der Jahrestagung. Die drei Schwerpunkte Dutzender medizinischer Kurzvorträge sind Allergologie, die Therapie des Tumorrezidivs und die Behandlung von Hörsturz und Tinnitus. Die vorausgegangene Jahrestagung fand in Jena statt. Im kommenden Jahr treffen sich die HNO-Ärzte aus dem Großraum Hessen, Thüringen, Sachsen, Nordbayern in Dresden. Insofern darf Bad Arolsen sich glücklich schätzen, in einer Reihe mit diesen Universitätsstädten genannt zu werden. Den Festvortrag der Eröffnungsveranstaltung mit So- zialminister Jürgen Banzer im Bad Arolser Bürgerhaus am Freitag, 4. September, hält der Ordinarius der Uniklinik Frankfurt, Professor Dr. Wolf-Otto Bechstein. Der Chirurg nähert sich aus medizin-philosophischer Sicht dem schwierigen Thema „Krebstherapie – Verstümmelnde Operationen oder Organ- erhalt?“ Dazu passend werden führende Onkologen aus dem HNO-Bereich am Sonnabend über Erfahrungen bei der Behandlung von Kopf-Hals- Tumoren sprechen. An beiden Tagen sind außerdem zahlreiche Kurzvorträge zu Spezialgebieten der HNO-Medizin geplant. Unter anderem geht es um medikamen-töse Ansätze bei der Therapie von Innenohrerkrankungen und um implantierbare Hörgeräte. Bei einem berufspolitischen Runden-Tisch-Gespräch über die Behandlung – und Abrechnung – von Hörstürzen wird auch der Bad Arolser HNO-Arzt und Vorsitzende der Kassenärztlichen Vereinigung Hessens, Dr. Frank Dastych, diskutieren. Gegen 16 Uhr geht die wissenschaftliche Tagung in ein Patientensymposion rund um das Thema Tinnitus über. Hierzu sind alle Tinnitus-Betroffenen der Region eingeladen. Die gleiche Patientengruppe spricht auch das Tinnitus-Symposium der Medizinisch-Psychosomatischen Klinik eine Woche später, am 11. und 12. September, an. Dr. Hesse hatte daher im Januar öffentlich vorgeschlagen, beide Symposien gemeinsam zu veranstalten. So aber werden sich Tinnitus-Interessierte und Experten wohl auf die beiden Veranstaltungen aufteilen müssen. Das Symposion der Medizinisch-Psychosomatischen Klinik beginnt am Freitag, 11. September, mit elf kostenpflichtigen Workshops zu unterschiedlichen Themen rund um die störenden Ohrgeräusche. Vorgestellt werden Wahrnehmungskreisläufe bei Tinnitus, der richtige Umgang mit Hörgeräten und die Biofeedback-Therapie bei chronischem Tinnitus. Außerdem gibt es Informationen zum Burn-out-Syndrom und zu der Frage: Macht Tinnitus depressiv?Am Sonnabend, 12. September, wird das Symposion im Bürgerhaus fortgesetzt mit Fachvorträgen über Arbeitsplatzkonflikte bei Tinnitus, Schwindelproblematik und Hyperakusis. Zum Rahmenprogramm gehören Führungen durch die Klinik und eine Abendveranstaltung im Residenzschloss.

Mehr zum Thema: Informationen zur Jahrestagung der HNO-Ärzte und dem Symposion von Privatdozent Dr. Gerhard Hesse am 4. und 5. September gibt es unter Telefon 05691-800-330, E-Mail: info@tinnitus-Klinik.net und unter www.mdhno.deInformationen zum Tinnitus-Symposion der Medizinisch-Psychosomatischen Klinik vom 11. bis 12. September gibt es unter Telefon 05691/6238-3015, E-Mail: tinnitus@schoen-Kliniken.de und unter www.schoen-kliniken.de/gra.

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