Hessens Wirtschaftsminister übergibt Zuschussbescheid

100 000 Euro für Deutschen Wandertag 2020 in Bad Wildungen

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100 000 Euro: Wirtschaftsminister Tarek Al-Wazir (links) übergab den Zuwendungsbescheid am Freitag m Rathaus an Bürgermeister Ralf Gutheil. 

Nordhessens Reha-Metropole erwartet rund 30 000 Gäste zum 120. deutschen Wandertag vom 1. bis 6. Juli.

  • 150 000 Euro an Zuschüssen erhält Bad Wildungen von Land und Kreis für den 120. Deutschen Wandertag
  • Noch einmal dieselbe Summe investiert die Kurstadt selbst in den Deutschen Wandertag
  • Die Verantwortlichen rechnen vom 1. bis zum 6. Juli mit rund 30 000 Gästen

Bad Wildungen – 100 000 Euro erhielt sie am Freitag als Zuschuss dafür vom Land, das den Bescheid in Person von Wirtschaftsminister Tarek Al-Wazir an Bürgermeister Ralf Gutheil überreichte.

Der Landkreis beteiligt sich mit 50 000 Euro am Deutschen Wandertag 2020. „Die Stadt investiert selbst noch einmal 150 000 Euro“, erklärte Ute Kühlewind, Chefin des Stadtmarketings. Sie hob die Rolle der heimischen CDU-Landtagsabgeordneten Claudia Ravensburg hervor. Sie habe intensiv nachgefasst, um den fraglichen Landeszuschuss für ihre Heimatstadt zu sichern. Die 300 000 Euro an Investition zahlen sich nun für die gesamte Region aus. Das erwarten zumindest der Minister, Landrat Dr. Reinhard Kubat und Hubert Thorwirth vom ausrichtenden Hessisch-Waldeckischen Gebirgs- und Heimatverein gemeinsam mit den Verantwortlichen der Kurstadt.

7,5 Milliarden Euro Marktpotenzial beim Thema Wandern in Deutschland

„7,5 Milliarden Euro pro Jahr werden rund ums Thema Wandern ausgegeben“, unterstrich Al-Wazir. Das entspricht 187 Euro pro Wanderer: Vom Tagesausflügler, der täglich im Schnitt 16 Euro am Ort lässt, bis zum Übernachtungsgast mit einer Ausgabe von 56 Euro pro Tag.

Kubat verwies auf die drei „Megatrends“, die laut Deutschem Rat für Wirtschaft die Zukunft prägen würden: „die Digitalisierung, die Bio-Technologie und auf Platz drei tatsächlich der Tourismus.“

Zwar verzeichne Frankfurt in Hessen die größte Übernachtungszahl, ergänzte Al-Wazir, „doch bei der Tourismus-Intensität, bezogen auf die Einwohnerzahl, liegt Waldeck-Frankenberg weit vorn.“ Weiteres, großes Potenzial schlummert, meinte Thorwirth: „Wir haben eine so großartige Gegend und so schöne Städte. Die Leute müssen das nur kennenlernen.“

Mit größerer Bekanntheit und Beliebtheit durch Mundpropaganda nach dem Deutschen Wandertag rechnet Ute Kühlewind: „Wir wollen, dass die Gäste gleich im Herbst zurückkehren.“ Wie die Landesgartenschau 2006 werde der Wandertag dazu beitragen, die Gästestruktur in Bad Wildungen dauerhaft zu verändern: mit wachsendem Anteil an Menschen, die im Aktiv-Urlaub fit und gesund bleiben wollen, statt sich zur Reha in der Stadt aufzuhalten.

Deutscher Wandertag 2020 übt "gesunden Druck" auf Anbieter aus

Vom Deutschen Wandertag 2020 erhofft sich Ute Kühlewind außerdem „einen gesunden Druck auf die Anbieter“, etwa in Gastronomie und Hotellerie. Die Besucher des Wandertages brächten Ansprüche mit, „und sowohl bei der Qualität als auch bei der Quantität müssen wir im Kreis zulegen“, unterstrich auch Reinhard Kubat.

Er würdigte die Rolle von Hubert Thorwirth, ohne dessen nachdrückliche Initiative es das Ereignis in Bad Wildungen nicht geben würde: den 120. deutschen Wandertag, den ersten in Hessen seit der Ausgabe 2009 von Willingen und zugleich eine Rückkehr zu den Anfängen. Denn seine Premiere hatte der Deutsche Wandertag 1911 in Bad Wildungen gefeiert.

Die Vorbereitungen zum Deutschen Wandertag 2020 sind längst weit gediehen.

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