Vorgaben der Landeskirche 

4,5 Pfarrstellen im Kirchenkreis Eder sollen bis 2025 wegfallen

Überregional bedeutsam: Die Stadtkirche Bad Wildungen ist eine von vier Kirchen im Kirchenkreis Eder, die in der Kategorisierung ganz oben rangiert. Foto: bad-wildungen.de/pr

Frankenberg/Bad Wildungen – Von den derzeit 30 Pfarrstellen im Kirchenkreis Eder müssen nach den Vorgaben der Landeskirche 4,5 Stellen bis Ende 2025 eingespart werden.

Dies teilte Dekanin Petra Hegmann bei der Kreissynode in Bottendorf mit, in der sie den Pfarrstellenplan für die Jahre 2020 bis 2025 vorlegte.

Außerdem würden von den verbleibenden 25,5 Pfarrstellen jeweils 0,25 für Jugendarbeit und Öffentlichkeitsarbeit sowie 0,5 Stellen für die Leitung des Zweckverbandes der Kindertagesstätten im Kirchenkreis abgezogen werden, kündigte die Dekanin an. Betroffen von der Anpassung sind unter anderem Viermünden, wo voraussichtlich die Pfarrstelle 2021 um ein Viertel gekürzt wird sowie Frankenau-Geismar (um die Hälfte in 2025) und Gemünden-Bunstruth und Hohes Lohr im Kellerwald (jeweils um ein Viertel voraussichtlich ab 2022). Im Bereich des ehemaligen Kirchenkreises Wildungen sollen etliche halbe Stellen wegfallen. Hier der Überblick: 

Die halbe Pfarrstelle in den Wildunger Walddörfern 1 entfällt voraussichtlich in 2020 ganz. Wildunger Walddörfer 2: ab 2020 eine Viertel Stelle weniger. Kirchengemeinde Bad Wildungen: spätestens ab Dezember 2025 eine halbe Stelle weniger. Kirchengemeinde Eder- und Wesetal: minus 0,75 angepeilt für 2027. Kirchengemeinde Wellen: minus 0,25 spätestens ab Ende 2025. Kirchengemeinde Bergheim: minus 0,25 zum 1. Januar 2020. Viermünden: minus 0,25 Kürzung in 2021. Freienhagen-Dehringhausen: bestehende halbe Stelle entfällt in 2020. Niederwerbe-Basdorf: Pfarrstelle entfällt voraussichtlich in 2023. Obernburg-Itter, Vöhl und Kirchlotheim: minus 0,75 in 2025, Neuordnung mit zwei Pfarrstellen. Frankenau Geismar 1 und 2: minus 0,5 in 2025. Gemünden-Bunstruth: minus 0,25 ab 2022. Hohes Lohr im Kellerwald: minus 0,25 ab 2022.

Bei der – geheimen – Beschlussfassung stimmten 55 der Synodalen für den Pfarrstellenplan, 14 dagegen und neun enthielten sich.

Auf den kritischen Einwurf von Karl-Wilhelm Mörschler aus Bergheim, ob man „auch mal daran gedacht habe, bei der Landeskirche einzusparen“, entgegnete Propst Helmut Wöllenstein, dass sich auch beim „Wasserkopf“ Verwaltung was tue. So würde beispielsweise bei den Dekanaten eingespart und auch die Zahl der Oberkirchenräte sei auf die Hälfte reduziert.

Dekanin Hegmann hatte eingangs noch einmal um Verständnis für die Pfarrstellenanpassung geworben: „Wir sparen nicht. Wir passen die Anzahl der Pfarrstellen den tatsächlichen Mitgliederzahlen an“, betonte sie. „Wir können nicht ignorieren, dass wir gegenüber dem Jahr 2000 in der Landeskirche fast 20 Prozent der Mitglieder verloren haben, annähernd 200 000 Menschen.“

Zudem wies sie darauf hin, dass nicht alle Anpassungsmaßnahmen sofort umgesetzt werden müssten.

von Susanna Battefeld

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