Bad Wildungen: Wahlen bei Feuerwehr - Paul löst Golchert als Vize-Wehrführer ab

8140 Stunden bei 204 Einsätzen

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Wechsel in der Führungsriege, v. l. Stadtbrandinspektor Ralf Blümer, der ausscheidende stellvertretende Wehrführer Jens Golchert, sein Nachfolger Alexander Paul, Wehrführer Frank Volke und Bürgermeister Volker Zimmermann.

Bad Wildungen - Die Bad Wildunger Feuerwehr wurde im Jahr 2012 zu insgesamt 204 Einsätzen (Vorjahr 242) in den Bereichen Brandbekämpfung, Brandsicherheitsdiensten und Hilfeleistungen alarmiert.

In der Jahreshauptversammlung verwies Wehrführer Frank Volke auf 29 Brandeinsätze, darunter vier Großbrände. 76 Hilfeleistungen, drei böswillige Alarme sowie Einsätze, die durch Brandmeldeanlagen ausgelöst wurden, forderten die Aktiven.

Unter den Hilfeleistungen waren zwei Hochwassereinsätze, 30 ausgelaufene Betriebsstoffe, drei Sturmeinsätze, fünf Tier-/Insekteneinsätze, acht Türöffnungen, sechsmal wurde Unterstützung für den Rettungsdienst geleistet, die Wehr rückte zu einem Unwettereinsatz auf, drei Verkehrsunfällen und drei Wassereinsätzen.

46 Ausbildungsdienste, 16 Unterrichte und 30 praktische Dienste fanden statt, zudem fünf Sonderdienste für Gruppen- und Zugführer, sowie eine Blockausbildung „Technische Hilfe“. Die Aktiven leisteten 4757 (3736) Einsatz- und Bereitschaftsstunden, 3076 (3206) Stunden für Aus- und Fortbildung, sowie 307 (307) Stunden im Brandsicherheitsdienst - zusammen 8140 (7290) Stunden. 850 Stunden mehr als im Vorjahr kamen zusammen, erstmals wurde die 8000er-Marke überschritten.

37 Lehrgänge und Seminare wurden absolviert. Die Wettkampfgruppe mit Ronny Thiele, Christian Teubert, Alexander Conradi, Andreas Conradi, Sven Günther, Michael Ritte, Alexander Paul, Mathias Reis, Kristina Paul, Sebastian Schwieder nahm an vier Wettkämpfen teil, darunter der Bezirksentscheid in Guxhagen und die Stadtmeisterschaft in Bad Wildungen.

Mehr Fehlalarme

Zum Jahresende versahen 63 (60) Aktive in der Einsatzabteilung ihren Dienst (59 Männer, vier Frauen). Der Alters- und Ehrenabteilung gehören 22 Kameraden an, der Jugendabteilung vier Mädchen und 23 Jungen, dem Musikzug 17 Musikerinnen und 40 Musiker.

Bei den Neuwahlen kandidierte der stellvertretende Wehrführer Jens Golchert nach vier Jahren nicht mehr. In geheimer Wahl wurde Alexander Paul zu seinem Nachfolger gewählt. Wehrführer Volke und Stadtbrandinspektor Blümer würdigten seine „motivierte, kompetente und engagierte Arbeit“.

Musikzugführer Michael Ulrich verwies auf zahlreiche Aktivitäten der 57 Instrumentalisten, darunter 21 Auftritte, zwölf Konzerte, zwei Festumzüge und sieben sonstige Auftritte. 36 Übungsstunden wurden absolviert und ein Probenwochenende abgehalten. Höhepunkte waren der Besuch der Partnerstadt St. Jean de Maurienne,Teilnahme am Blumenkorsound das Weihnachtskonzert. 23 Jugendliche sind in der Ausbildung, 21 davon spielen bereits im großen Orchester mit.

Wiedergewählt wurden die Jugendfeuerwehrwarte Daniel Lichtblau und Michael Ritte (Vertreter). Lichtblau verwies auf 22 Jungen und fünf Mädchen im Alter von zehn bis 17 Jahren, die in der Jugendwehr aktiv sind, drei wurden von der Einsatzabteilung übernommen. 31 theoretische und praktische Dienste wurden absolviert. Umweltaktion, Zeltlager, Stadtmeisterschaften und weitere Veranstaltungen standen im Programm. Der zweite Vorsitzende des Feuerwehrvereins, Alexander Conradi, berichtete über ein reges Vereinsleben der 160 Mitglieder. Die Kassenführung liegt in den bewährten Händen von Udo Paul, unterstützt in der Buchführung durch seine Frau Petra. Der Verein war Ausrichter beim Behördenturnier, organisierte Kickerturniere und Stadtmeisterschaften der Senioren und unternahm eine Reise zur Feuerwehr St. Jean de Maurienne in Frankreich.

Bürgermeister Volker Zimmermann würdigte den unermüdlichen Einsatz und die hohe Motivation der Einsatzkräfte. Besorgt blickte er auf die steigende Zahl der Fehlalarme in Sondergebäuden. Die Betreiber der Einrichtungen seien gefordert, nach Lösungen zu suchen.

Digitalfunk im Sommer

Stadtbrandinspektor Ralf Blümer kündigte für Mitte des Jahres 2013 den „definitiven Wechsel“ zum Digitalfunk an. Er belastet den städtischen Haushalt, weitere Anschaffungen sind im Fahrzeugbereich vorgesehen. (rrü)

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