Bei einem zweitägigen Praktikum erhielt Jan-Lukas Schäfer wichtige Einblicke in die Bundestagsarbeit

Abgeordnete haben enge Terminpläne

- Die Bundespolitik kannte der Wildunger Schüler Jan-Lukas Schäfer bisher vor allem aus dem Fernsehen. Nach einem Praktikum beim nordhessischen FDP-Bundestagsabgeordneten Björn Sänger kann der 15-Jährige jetzt aus erster Hand mitreden.

„Meine zweitägige Hospitanz war eine tolle Erfahrung und ich konnte eine Menge lernen. Die politische Arbeit in Berlin läuft in vielen Teilen doch ganz anders, als ich das erwartet hatte“, resümiert der Schüler des Gustav-Stresemann-Gymnasiums. Nachdem Jan-Lukas Schäfer im vergangenen Jahr im Rahmen einer dreitägigen Informationsfahrt die Hauptstadt besucht hatte, wollte er nun genauer die Arbeit eines Abgeordneten kennenlernen. „Ich engagiere mich bei den Jungen Liberalen, bin daher einfach auf Herrn Sänger zugegangen und habe sofort eine Zusage erhalten“, freut sich Schäfer, der Berlin gemeinsam mit seinem Vater Jörg besuchte. Dieser sitzt als Stadtverordneter für die Liberalen im Wildunger Parlament. Während seines Praktikums lernte der Schüler die wichtigsten Stationen einer klassischen Sitzungswoche kennen: Besprechungen, Pressetermine, Ausschuss-Sitzungen und Diskussionen im Plenum des Deutschen Bundestags. „Die Sitzung des Finanzausschusses, dem Herr Sänger angehört, fand ich besonders interessant, da man die inhaltliche Arbeit, die dort stattfindet, als Normalbürger ja sonst nie mitbekommt“, sagt der 15-Jährige. Ein weiterer Höhepunkt waren für den Wildunger zwei Plenardebatten, die er von der Besuchertribüne aus verfolgte. In einer Diskussion ging es um den Mali-Militäreinsatz Frankreichs. Besonders beeindruckt habe ihn die Rede des Bundesaußenministers Guido Westerwelle dazu. Außer ihm bekam Jan-Lukas etliche weitere Polit-Prominente zu Gesicht. Wenn man im Reichstagsgebäude unterwegs sei, liefen einem ständig irgendwelche Minister über den Weg und sogar ausländische Staatsgäste, wie der ägyptische Präsident Mursi. „Ich konnte auch die Bundeskanzlerin sehen, wenngleich sie etwas kleiner ist, als ich aus dem Fernsehen angenommen habe“, erzählt der Schüler. Auf den Terminen, bei denen er Björn Sänger begleitete, bekam der junge Wildunger einen guten Eindruck davon, wie viele Treffen und Sitzungen ein Bundestagsabgeordneter normalerweise zu absolvieren hat.„Bis zu 15 Termine pro Tag sind schon sehr ordentlich. Mir war vor meinem Praktikum überhaupt nicht bewusst, wie eng der Zeitplan eines Bundestagsmitglieds ist.“ Björn Sänger freute sich im abschließenden Gespräch mit Jan-Lukas Schäfer, dass der Schüler so viele neue Eindrücke sammeln konnte: „Für mich ist es wichtig, dass die Bürgerinnen und Bürger und vor allem junge Menschen nachvollziehen können, wie wir hier in Berlin arbeiten. Ein Praktikum ist dazu eine hervorragende Gelegenheit, die ich politisch engagierten Jugendlichen wie Jan-Lukas gerne ermögliche.“

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