Weihnachtsmarkt in Bad Wildungen

Adventsgäste trotzen dem Regenwetter

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Bad Wildungen - Sonntagabend ging der Wildunger Weihnachtsmarkt nach dreieinhalb Tagen zu Ende. Schade, dass als einziger der Wettergott nicht mitgespielt hat.

Am Freitag waren wegen Sturm und Dauerregen nur wenige Besucher gekommen. Schepperling-Bäckerin Bärbel Stremme: „Da sind Plakate, und Dekor-Artikel nur so durch die Gegend geflogen – und was stehen geblieben war pitsche-patsche nass.“ Am Samstag wurde es etwas trockener und ab Nachmittag herrschte auf der Budenstraße vom Postplatz bis in die untere Brunnenstraße reger Betrieb. Vor allem standen die Besucher vor den Imbissständen und bildeten dichte Menschentrauben an den Glühweinständen um sich mit dem gehaltvollen Heißgetränk aufzuwärmen. Einer der Händler war da schon sicher: „Unsere schlechten Umsätze wird auch ein Schön-Wettter-Sonntag nicht wettmachen können.“ An den Marktbuden gab es ein vielfältiges Angebot von Weihnachts- und Kunstgewebeartikeln und während des Marktes unterhielt ein abwechslungsreiches Programm die Besucher. Es gab ganz viel Musik von Instrumentalensembles, Chören und Solisten; Zauberei, Tanz und einer Weihnachtsbäckerei für Kinder. Rund um den Kirchplatz lockten viele kunstvolle Weihnachtskrippen aus privatem und Familienbesitz und Modelle von Kirchen Besucher in die Stadtkirche in der es auch Andachten, Musik und Tanzdarbietungen gab, im Mehrgenerationenhaus servierten Mitglieder des Vereins „Vergissmeinnicht“ russische Spezialitäten und im Jugendhaus hatten vor allem Kinder viel Spaß an einer großen Playmobil-Modellausstellung in der Eisenbahnen auf Schienen ihre Runden drehte. Initiator Gert Gutmann hat die tolle Szenerie gemeinsam mit seinem kleinen Enkel Lasse Pachonik, Schwiegersohn Thorsten Pachonik und Patensohn Niklas Meischke binnen 20 Stunden aufgebaut: fantasievoll und detailverliebt, mit einem Schneemann auf dem Dixieklo oder Weihnachtswichteln beim Schepperlinge backen auf dem Adventsmarkt. Ein kleiner Bahnhof Wega durfte auf der Anlage nicht fehlen, nachdem Gutmann das große Vorbild vor gut zwei Wochen ersteigert hat. Wie die Station Wega in Zukunft genutzt wird, dazu seien zunächst Gespräche mit dem Denkmalschutz, dem Bauamt, der Stadt und der Deutschen Bahn nötig. Gutmann kann sich aber gut vorstellen, dass in dem Hauptraum des Bahnhofs, der im Originalzustand erhalten werden sol,l die Geschichte des Bahnhofs dokumentiert wird und wechselnde Modellbahn-Ausstellungen zu sehen sein werden. Da glänzen die Augen aller großen und kleinen Eisenbahnfans. So wie es die der Jüngsten immer auf dem Weihnachtsmarkt taten, wenn der Nikolaus erschien oder die freundliche Hexe mit ihrem Hexenbesen und vielen Lebkuchen aus ihren Knusperhäuschen kam. Manche Kinder hatten ihren Wunschzettel mitgebracht und gaben ihn beim Christkindlpostamt ab, wo die Lose für die Weihnachtsverlosung verkauft wurden. EinepPositive Bilanz des stimmungsvollen Bad Wildunger Weihnachtsmarktes zog AWWiN-Vorsitzender Bernd Ulrich: „Unsere aufwendigen Vorbereitungen haben sich gelohnt, die Besucher waren allesamt begeistert vom Angebot der Marktbeschicker, vom bunten Programm und von der Stimmung auf dem Markt – schade, dass der Wettergott uns in diesem Jahr nicht gut gesonnen war.“ (szl)

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