Nach 10 Jahren im Amt übergibt Ralf Blümer an seinen Nachfolger:

Alexander Paul ist neuer Bad Wildunger Stadtbrandinspektor

Das neue Führungstrio der Wildunger Feuerwehren: Stadtbrandinspektor Alexander Paul, eingerahmt von seinen Stellvertretern Michael Reinhard (links) und Frank Volke.

Bad Wildungen – Mit 110 von 116 Stimmen wählte die Jahreshauptversammlung der Wildunger Feuerwehren Alexander Paul, derzeit auch Wehrführer der Wildunger Feuerwehr, für fünf Jahre zum Stadtbrandinspektor. Er tritt die Nachfolge von Ralf Blümer an.

Zuvor hatte Blümer seinen letzten Jahresbericht als Stadtbrandinspektor abgegeben. Er bezeichnete 2018 sowohl von der Zahl der geleisteten Einsätze wie von deren Schwierigkeit her als äußerst anspruchsvolles Jahr. 54 Brände, 102 Hilfeleistungen oder insgesamt 132 Fehlalarme stehen in der Statistik.

Die hohe Motivation der Feuerwehrleute spiegele sich in deren Bereitschaft zu Aus- und Fortbildung. 95 Frauen und Männer der Wehren absolvierten in summasummarum 2379 Stunden Lehrgänge und Seminare auf Kreis- wie Landesebene, speziell an der Landesfeuerwehrschule und last not least am eigenen Standort.

Der vorgehaltene Fahrzeug- und Gerätepark ergebe sich aus den Erfordernissen an eine moderne Gefahrenabwehr: ein Einsatzleitwagen, 14 Löschfahrzeuge, ein Hubrettungsfahrzeug, eine Hubarbeitsbühne, elf Tragkraftspritzen, 89 Pressluftatmer, je drei hydraulische Spreizer und Schneidgeräte, ein Spungpolster oder die sieben Hochleistungslüfter stellen nur eine Ausschnitt des Rüstzeugs dar.

Die Ausstattung werde sich 2019 weiter verbessern, da im März ein Tragkraftspritzenfahrzeug an die Feuerwehr Frebershausen/Hüddingen ausgeliefert werde und der Stadt der Zuwendungsbescheid des Landes für den Kauf eines Gefahrgut-Gerätewagens vorliege.

Dem von Sven Günther geleiteten (Vertreter Stephan Körtel) Katastrophenschutzlöschzug Wildungen gehören 45 Kameradinnen und Kameraden an. Der Löschzug absolvierte sechs Ausbildungseinheiten.

Die Zukunft der Feuerwehren berge vielfältige Herausforderungen. Außer mit dem demographischen Wandel hätten die Feuerwehren mit dem Klimawandel, mit der sinkenden Bereitschaft, ehrenamtliche Tätigkeiten zu übernehmen und mit den steigenden Ansprüchen an die Gefahrenabwehr zu kämpfen. Blümer dankte zum Abschied seinen Unterstützern ebenso wie seinen Kritikern, „denn ohne kritischen Dialog kann eine Gesellschaft nicht fortentwickelt werden.“ rü

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