Anfragen und Anregungen der Stadtvordneten

Alte Klinik Parkhöhe und E-Mobilität für Wildunger Bauhof diskutiert

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Die alte Parkhöhe: Ein Blick auf die Rückseite des Rundbaus, zurückliegend das Bettenhaus, rechts die benachbarte Villa Hufeland im Anschnitt.

Alte, leer stehende Gebäude und E-Mobilität in Bad Wildungen bestimmten die Fragestunde in der Stadtverordnetenversammlung.

Bad Wildungen – An der alten Klinik „Parkhöhe“ gehe es eineinhalb Jahre nach dem Besitzerwechsel offenbar nicht voran, stellte Stefan Schraps (FDP) am Montag in der Stadtverordnetenversammlung fest und fragte den Bürgermeister, ob er mehr wisse. „Es bleibt bei den Plänen: dem Bau von Wohnungen im linken Teil des Komplexes, wenn man von vorne schaut“, antwortete Ralf Gutheil.

Im Rundbau sei weiterhin ein Übernachtungsangebot in Gestalt einer Pension oder eines Hotels angedacht. Zum aktuellen Stand des Projektes hatte der Bürgermeister keine Informationen.

Ursache für den schleppenden Fortgang: das sehr aufwendige Genehmigungsverfahren, das Antragsteller und Behörden viel abverlangt. So heißt es aus dem Umfeld der Bauherrschaft auf WLZ-Anfrage. Hintergrund sind demzufolge die komplizierten Besitzverhältnisse auf dem Grundstück und in der Nachbarschaft. Durch Zukäufe wurde das zur Klinik umgebaute, frühere Hotel in vielen Schritten erweitert. Im Zuge der jetzt beantragten Baugenehmigung gelte es, beispielsweise Durchfahrtrechte und andere Verhältnisse im Detail zu klären.

Die Villa Kraft

Unterdessen installierten gestern Mitarbeiter des neuen Eigentümers am Rundbau zusätzliche Bauzäune. Sie sollen das Einsteigen ins leere Gebäude erschweren. Zuvor hatten die Männer etliche eingeworfene Scheiben zur Hufelandstraße hin von innen durch Holzplatten ersetzt.

Andrea Spangenberg (CDU) lenkte den Blick auf einen anderen Leerstand von trauriger Bekanntheit: die Villa Kraft. Die Stadtverordnete hat den Eindruck, es tue sich etwas, doch das konnte der Bürgermeister nicht bestätigen.

Georg Wackerbarth  von der CDU-Fraktion setzte eins drauf: „Können wir als Stadt nicht die Anteile von zweien der drei Erben erwerben und dann mit Blick auf den dritten Erben eine Zwangsversteigerung anstreben, um das Problem zu lösen?“ Diesen Vorschlag lehnte Ralf Gutheil ab. Er würde eine lang anhaltende, juristische Auseinandersetzung bei so einer Vorgehensweise erwarten.

Kein E-Auto für Bauhof

Drei weitere Anfragen aus Kreisen der Abgeordneten führten nur auf den ersten Blick zu Spannung. Der Bürgermeister baute sie mit seinen Antworten ab.

Bad Wildungen greife als einzige Kommune im Landkreis kein Geld aus einem Fördertopf des Landes für Bauhof-Elektrofahrzeuge ab, wunderte sich Klaus Stützle (Grüne). Ulrike Kepper-Grämer (FDP) wünschte sich kleine Elektrokarren für die Wegereinigung etwa in Parks. Sie sollten an die Stelle der momentan genutzten, großen und sperrigen Fahrzeuge treten.

„Wir prüfen beständig, aber wegen der großen Fläche der Stadt mit ihren Stadtteilen und der vielen Steigungen im Gelände eignen sich Elektorfahrzeuge für den Bauhof nicht“, meinte Ralf Gutheil. Die äußeren Umstände beanspruchten die Batterien und verkürzten die Reichweiten zu sehr.

Ein Elektro-Pkw zähle dagegen zum Fuhrpark der Verwaltung, und sein eigener Dienstwagen sei ein Hybrid-Modell: „Ganz ruckelfrei klappt das mit beiden nicht“, berichtete Gutheil Auch fehle es noch immer an Ladesäulen in der Stadt. Sie einzurichten, hält die Verwaltung allerdings nicht für eine Aufgabe der öffentlichen Hand, sondern ermuntert Private dazu.

Photovoltaik läuft

Karl-Wolfgang Rest (CDU) interessierte sich für die Photovoltaik-Anlage an der Berliner Straße: „Stimmt es, dass sie noch nicht am Netz ist und nicht richtig funktioniert?“ Das verneinte der Bürgermeister. Lediglich am Zaun des Geländes und dem Trafo-Gebäude seien im Nachgang noch Arbeiten erledigt worden. Die Anlage erzeuge Strom.

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