Verein investiert 70000 Euro in Sanierung von Schießanlagen und Schützenhaus in Altwildungen

Altwildungen wird Stützpunkt der hessischen Schützen

Bad Wildungen-Altwildungen - 70 000 Euro investiert der Schützenverein Altwildungen in den Umbau seines Schützenhauses. Vor allem die Schießanlagen sollen auf den neuesten Stand der Technik gebracht werden.

Einen Bewilligungsbescheid in Höhe von 13 000 Euro überbrachte Ministerialrat Professor Dr. Heinz Zielinski der Schützengesellschaft 1802 Altwildungen. Das Geld aus dem Sonderprogramm Sportland Hessen wird für die Modernisierung der Kleinkaliber- und Luftgewehr- Schießanlagen verwendet. Sie werden auf elektronischen Digitalbetrieb umgebaut und erhalten Lasergewehre. Weitere Zuschüsse kommen vom Landkreis (4400 Euro), vom Landessportbund Hessen (5600 Euro) und von der Stadt Bad Wildungen (5000 Euro). Die restliche Finanzierung erfolgt durch einen Bankkredit und Eigenleistungen der Vereinsmitglieder.

Frank Töpfer, Vorsitzender des Altwildunger Schützenvereins würdigte mit bewegten Worten Vereinsvorstand, Mitglieder und deren Familien für großes Engagement bei der Planung des ehrgeizigen Vorhabens. Als Vertreter der Stadt freute sich Stadtrat Manfred Jahnes über den Besuch aus Wiesbaden: „Ein Onkel kommt nie mit leeren Händen, der bringt meistens etwas mit.“ Kreisbeigeordneter Hermann Hirt sagte: „Im Schießsport sind gute Leistungen künftig nur noch auf elektronischen Anlagen zu erreichen.“ Das Altwildunger Schützenhaus sei für 137 Vereinsmitglieder längst zu einer zweiten Heimat und für viele Jugendliche eine Alternative zu Internet und i-phone geworden. Landtagsabgeordnete Claudia Ravensburg (CDU) und Stadtverordneter Reiner Paulus (SPD) begrüßten die Initiative des Schützenvereins.

Der Schatzmeister des Hessischen Schützenverbands, Friedhelm Wollenhaupt, kündigte an, dass nach der Modernisierung der Schießanlagen und des Schützenhauses in Altwildungen ein Schwerpunktstützpunkt des hessischen Schützensportes entstehe. „Manche Veranstaltung, die bisher in Wiesbaden stattfindet, kann dann in Altwildungen durchgeführt werden.“Sportkreisvorsitzender Uwe Steuber bestätigte dem Vereinsvorstand, zur rechten Zeit und richtig gehandelt zu haben, um bald den regionalen Schützensport um eine tolle Anlage zu bereichern.

Professor Dr. Heinz Zielinskt sagte, aus dem Investitionsprogramm Hessenland Sport seien bereits 1100 Projekte mit insgesamt 27 Millionen Euro gefördert worden. „Das ist gut angelegtes Geld und deshalb wird dieses Programm auch weitergeführt“. Bei dieser Sportförderung gehe es auch um die Anerkennung des Ehrenamtes. Wenn alles nach Plan läuft – so Schützenvereinsvorsitzender Frank Töpfer, kann die neue Schießanlage Mitte Oktober in Betrieb genommen werden. Dann stehen sechs Kleinkaliber-Bahnen und fünf Luftgewehrbahnen zur Verfügung sowie eine Zehn-Meter-Anlage für Jugendliche, die speziell für ein Lernsystem eingerichtet ist. Töpfer: „Bei uns im Schützenhaus sind Gäste immer herzlich willkommen.“ (szl)

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