Gilflitz

60 Arbeitsplätze bei Entrason in Gefahr

- Edertal-Giflitz (höh). „Die Entrason Unternehmensgruppe mit Sitz in Giflitz ist unverschuldet in eine wirtschaftlich angespannte Situation geraten“, so heißt es in einer Pressemitteilung. Das Edertaler Unternehmen begründet dies mit der aktuellen Lage in der Solarbranche.

Die Situation „ist kritisch – dies merkt auch die heimische Firma“. Zur Entrason-Unternehmensgruppe gehören Solarpark und Energie GmbH. Erst zum Jahreswechsel hatte sich der Edertaler Vorzeigebetrieb ConSolaris aufgespalten. Nach einem turbulenten wie erfolgreichen, von der Energiepolitik der Bundesregierung getriebenen Geschäftsjahr kam es bei dem Unternehmen zu gravierenden Veränderungen.

Die ConSolaris-Gründer Alexander Eysert und Axel Bänsch gehen seit 1. Januar getrennte Wege. Die ConSolaris Energietechnik GmbH tritt seit Januar als eigenständiges Unternehmen und Fachhandwerksbetrieb mit dem Führungsduo Axel Bänsch (Geschäftsführer) und Mark Klein (Betriebsleiter) in Nordhessen auf. Standorte sind Edertal und Frankenberg. Die beiden übrigen GmbHs der „alten“ ConSolaris-Gruppe bilden einen neuen Verbund, dessen Geschäftsführer Alexander Eysert heißt: die „Entrason Unternehmensgruppe GmbH & Co.KG“ mit Sitz in Giflitz.

Die ConSolaris Solarpark-Gesellschaft als ein Teil hat dabei ihren Namen in „Entrason Solarpark GmbH“ geändert. Warum das Unternehmen jetzt in wirtschaftliche Schieflage geraten ist, begründet Geschäftsführer Alexander Eysert so: „Wir haben damit gerechnet, dass im Januar und Februar kaum Einnahmen zu verzeichnen sind. Aber wir haben so kalkuliert, dass es im März wieder deutlich anzieht. Das ist leider nicht eingetreten. Die Leute überlegen es sich im Moment lange, ob sie in eine Photovoltaikanlage investieren.“

Die Zurückhaltung beim Kauf einer PV-Anlage führt er auf Unsicherheit wegen der Anfang des Jahres vereinbarten Kürzung der Solarförderung zurück, aber auch auf die Folgen des Atom-Unglücks in Japan. Viele Interessenten erwarten laut Eysert, dass die Bundesregierung die Kürzung wieder zurücknimmt und sich so die Rendite bei der Anschaffung einer PV-Anlage wieder verbessert. Aktuell sind die Mitarbeiter der Unternehmensgruppe zu einem Großteil in Kurzarbeit: Der Solarpark beschäftigt elf, die Entrason Energie 49 Mitarbeiter.

Mehr lesen Sie in der WLZ vom Samstag, 16. April.

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