Förderperiode läuft am Jahresende aus: Kellerwaldverein bewilligte in sieben Jahren 66 Projekte

65 Arbeitsplätze sind entstanden

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Gefördert im Rahmen der Regionalentwicklung wurde auch der Holzhandel Kuntzemann in Reitzenhagen.

Bad Wildungen - Die Leader-Förderperiode neigt sich dem Ende entgegen. In sieben Jahren hat der Kellerwaldverein 66 Projekte bewilligt. Zu Investitionen in Höhe von 5,5 Millionen Euro flossen Zuschüsse in Höhe von 1,5 Millionen.

In der Stadtverordnetenversammlung zog Bürgermeister Volker Zimmermann als Vorsitzender des Vereins Region Kellerwald-Edersee eine positive Bilanz.

Bei 25 der 66 geförderten Projekte handelte es sich um existenzgründende Maßnahmen, dazu kommen 16 touristische Projekte. Darüber hinaus wurden neun Biorohstoff-Projekte mit noch einmal 540000 Euro an Fördergeld realisiert. Diese Projekte lösten Investitionen in Höhe von 3,5 Millionen Euro aus, die Wertschöpfung liege deutlich darüber.

„Insgesamt entstanden 65 neue Arbeitsplätze, die meisten davon im Vollerwerb“, sagte Zimmermann. In Bad Wildungen wurden in dieser Förderperiode elf Projekte mit einem Fördervolumen von 242000 Euro umgesetzt:

Dentallabor in Bergfreiheit (ein Arbeitsplatz);

Brennholzhandel in Reitzenhagen (ein Arbeitsplatz);

Erweiterung des Fitnessstudios im Heloponte (zwei Arbeitsplätze);

Neugründung eines Kfz-Meis­terbetriebs in Hundsdorf (ein Arbeitsplatz);

Neugründung eines Sehstudios in Reinhardshausen (vier Arbeitsplätze);

Wanderreitstation in Armsfeld (ein Arbeitsplatz);

Sanierung/Umnutzung einer leer stehenden Scheune zum Museumsdepot für das lebendige Museum in Odershausen;

Ausbau einer ehemaligen Werkstatt zu einem kleinen Theater in Bad Wildungen;

Kulturell-touristische Inwertsetzung des Dr.-Marc-Turms am Helenental bei Bad Wildungen;

Gründung einer Werbeagentur in Odershausen (ein Arbeitsplatz);

Gründung eines Fisch-Bistros in der Wildunger Altstadt (ein Arbeitsplatz); vor Kurzem erst genehmigt.

Zusätzlich entstanden vier Biogasanlagen in Mandern, Braunau, an der alten Kläranlage in Bad Wildungen sowie eine weitere nicht geförderte Biogasanlage bei Altwildungen. In diesen Betrieben sind noch einmal vier Arbeitsplätze entstanden.

Derzeit laufen bereits die Vorbereitungen für die neue Förderperiode von 2014 bis 2020. Wie bisher soll es in Hessen 20 Leader-Fördergebiete mit etwa 50000 bis 60000 Einwohnern geben. Zum aktuellen Fördergebiet gehören Bad Wildungen, Edertal, Waldeck, Vöhl, Lichtenfels, Frankenau und Haina (Kloster) aus Waldeck-Frankenberg sowie Bad Zwesten, Jesberg und Gilserberg aus dem Schwalm-Eder-Kreis. Seit 2013 gelten neue Förderrichtlinien. Nachteilig für kleinere Projekte: Die Bagatellgrenze soll von 3000 auf 10000 Euro angehoben werden. Die Nachfrage nach einer Förderung sei nach wie vor ungebrochen, bescheinigte Zimmermann.

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