Fragen in Parlamentssitzung

Ausgesperrt: Bad Wildungens Stadtarchivar kündigt überraschend

Es brodelt offenbar hinter den Kulissen: Stadtarchivar Manfred Hülsebruch wirft nach fast 50 Jahren überraschend das Handtuch. Foto: Höhne

Bad Wildungen. Der langjährige Leiter des Bad Wildunger Stadtarchivs, Manfred Hülsebruch, ist überraschend nach fast 50-jähriger Dienstzeit ausgeschieden.

Das brachte Walter Mombrei (SPD) in der Stadtverordnetenversammlung zur Sprache. 

Vorausgegangen ist offenbar ein längerer Zwist.

 Hülsebruch habe eines Tages vor verschlossenen Türen gestanden. „Ist das die neue Bad Wildunger Form von plötzlicher oder sofortiger Entlassung?“, wollte Mombrei wissen.

Dem Stadtarchivar sei der Zutritt verwehrt worden. Seine Tätigkeit im Archiv habe inzwischen ein Sohn des Bürgermeisters übernommen, merkte Mombrei an. 

Bürgermeister Volker Zimmermann gab einen defekten Schließzylinder in der Tür als Grund an. Er sei ausgetauscht und dem Archivar mitgeteilt worden, wo er einen neuen Schlüssel abholen kann. Näheres über die Personalangelegenheit wolle der Bürgermeister in öffentlicher Sitzung nicht mitteilen.

Inzwischen ist klar: Hülsebruch hat am 4. September seine Kündigung als Stadtarchivar im Rathaus abgegeben. Als Gründe nannte er gegenüber der WLZ „Ereignisse, die sich seit Januar 2017 aufschaukelten“. 

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