Bald insgesamt 99 Plätz im Stadtteil verfügbar

Babyboom: Wildungen muss Kindergarten Odershausen erweitern

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Expansion in Sicht: Das ehemalige Sportheim in Odershausen (links) soll zur Erweiterung der Kindertagesstätte (rechts) erworben werden, um den steigenden Bedarf an Betreuungsplätzen zu decken.

Bad Wildungen – Die Betreuungsplätze für Kinder in den Wildunger Kitas reichen nicht mehr aus.

Für 800 000 Euro soll die Kindertagesstätte in Odershausen erweitert werden, um den steigenden Bedarf zu decken. Damit die Arbeiten im September beginnen, musste das Stadtparlament eine überplanmäßige Ausgabe billigen.

„So ganz glücklich sind wir damit nicht“, sagte Kira Hauser (Freie Wähler). Der steigende Bedarf habe sich schon 2017 abgezeichnet. Obwohl dies bekannt war, sei die Investition nicht in den Haushalt aufgenommen sondern jetzt kurzfristig als überplanmäßige Ausgabe vorgelegt worden, kritisierte sie.

Vor zwei Jahren „war die Situation noch nicht klar“, hielt Bürgermeister Ralf Gutheil entgegen. „Wir hatten gedacht, das Problem mit den vorhandenen Räumen zu lösen – aber dann schnellte die Geburtenrate nach oben.“

Zufrieden stellte dies die Abgeordnete nicht. „Wir hätten uns eine längerfristige Planung gewünscht.“ Ralf Lock (SPD) sprang Gutheil bei. „Die Stadt Korbach hat die gleichen Probleme,“ sagte er. „Wir Odershäuser freuen uns auf den Kindergarten. Das Neubaugebiet ist voll, und da gibt es viele junge Familien.“ Ohne weitere Diskussion wurde die überplanmäßige Ausgabe in Höhe von 150 000 Euro beschlossen.

Derzeit werden in Odershausen 87 Kinder in vier Gruppen betreut. Die vierte Gruppe wurde übergangsweise im Bewegungsraum eingerichtet bis zur Erweiterung der Kita Friedenskirche – voraussichtlich im Herbst. Wegen des steigenden Bedarfs an Betreuung – besonders für unter Dreijährige – soll die Kita um eine Krippengruppe und eine altersübergreifende Gruppe erweitert werden. Dafür wird das ehemalige Sportheim durch einen Laubengang mit der Kita verbunden und umgebaut. Die erweitere Kita verfügt über zwei Krippengruppen, zwei altersübergreifende Gruppen und eine Ü3-Gruppe mit insgesamt 99 Betreuungsplätzen. Die tatsächliche Belegung richtet sich nach dem Alter der Kinder. Die Kosten schätzt das Stadtbauamt auf 800 000 Euro, davon entfallen 45 000 Euro auf den Kauf des Gebäudes. Bis zu 90 Prozent der Kosten tragen Land und Kreis.

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