In Abendgarderobe in die Schule

Bad Wildungen: Besondere Abschlusszeremonien an der Viessman-Schule im Zeichen von Corona

Familiär statt in der Wandelhalle: die Übergabe der Zeugnisse an der Viessmann-Schule, hier einige Bilder aus den Klassen.
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Familiär statt in der Wandelhalle: die Übergabe der Zeugnisse an der Viessmann-Schule, hier einige Bilder aus den Klassen.

Am letzten Tag dieses außergewöhnlichen Schuljahres wurden an der Hans-Viessmann-Schule die diesjährigen Absolventen der Vollzeitschulformen verabschiedet.

Nichts lief wie geplant, auch nicht die gewohnte Abschlussfeier in der Wildunger Wandelhalle. Dennoch ließen sich die Schülerinnen und Schüler die Feierlaune nicht verderben und kamen zumeist in Abendkleidung zur Verabschiedung in ihren Klassenräumen.

Gemeinsam mit den Klassenlehrern und Klassenlehrerinnen überreichten die Abteilungsleiterinnen Sabine Pistorius und Tatjana Anjelski die Zeugnisse und ein Blümchen für jeden der Absolventen und entließen sie mit guten Wünschen für die Zukunft auf ihren weiteren Lebensweg. Die zwei bescheinigten allen, sich flexibel an erschwerte Rahmenbedingungen anpassen zu können, wie sie die Corona-Krise gesetzt habe.

Verabschiedet wurden die Fachoberschüler mit dem Schwerpunkt Wirtschaft und Verwaltung, Wirtschaftsinformatik und Gesundheit; außerdem die Berufsfachschüler für medizinisch-technisch und krankenpflegerische Berufe sowie das Berufsvorbereitungsjahr.

Eine Premiere war die erste Verabschiedung der Absolventen der Schulform „Pflege in Hessen Integriert“. Das Modellprojekt ermöglichte es jungen eingewanderten Menschen, parallel ihren Hauptschulabschluss und eine Ausbildung in der Altenpflegehilfe zu erreichen. Das vor zwei Jahren vom Kultus- und vom Sozialministerium ins Leben gerufene Projekt wurde von der Hans-Viessmann-Schule in Kooperation mit dem Waldeckschen Diakonissenhaus Sophienheim Bad Arolsen verwirklicht. Etliche junge Leute aus dieser Gruppe wechseln gleich in die Ausbildung zur Altenpflege.

Die Schülerinnen und Schüler ließen sich die Feierlaune nicht verderben und kamen zumeist in Abendkleidung zur Verabschiedung.

Auch in der Fachoberschule gab es in diesem Jahr eine besondere Zusammenarbeit mit bemerkenswerten Endergebnissen. Die Hans-Viessmann-Schule arbeitet mit der Chemiedidaktik der Universität Kassel zusammen. Bei dieser Kooperation steht die gemeinsame Arbeit mit Schülerinnen und Schülern an Virtual-Reality-Brillen mit naturwissenschaftlichen Inhalten im Fokus. Die Kooperation hat neben der Entwicklung von VR-Umgebungen das Ziel, die Klassen mit einem neuen Medium und den Programmierungen für dieses vertraut zu machen.

Schülerinnen und Schüler der Fachoberschulklasse 12 mit dem Schwerpunkt Wirtschaftsinformatik setzten das Ganze um. Sie waren sowohl für den Entwurf der VR-Umgebung als auch für die Umsetzung und Programmierung selbst verantwortlich. Sie lernten dabei nicht nur zu programmieren, sondern auch etwas über die Chemie und über das Lernen in Naturwissenschaften. Darüber hinaus gab es viele weitere Aktivitäten, die neben der Weiterentwicklung der Digitalisierung auf der Tagesordnung standen.

Gemeinsam mit den Klassenlehrern und Klassenlehrerinnen überreichten die Abteilungsleiterinnen Sabine Pistorius und Tatjana Anjelski die Zeugnisse und ein Blümchen für jeden der Absolventen.

Ehrungen als Beste erhielten in der Fachoberschule A-Form, Fachrichtung Wirtschaft und Verwaltung Carolin Schäffer sowie im Schwerpunkt Wirtschaftsinformatik Phil Arnold, Julius Constantin Dröge und Dominik Jost.

Von Werner Senzel

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