Urkunden zum Ausbildungsbeginn an 16 Polizeihelfer überreicht

Bad Wildungen, Fritzlar, Gudensberg: Start für den Freiwilligen Polizeidienst

Es geht los mit dem Freiwilligen Polizeidienst: Für die Polizeihelfer, die in Fritzlar, Gudensberg und Wildungen tätig werden, beginnt die Ausbildung. Urkunden nahmen im Beisein von Bürgermeister Ralf Gutheil auch die Helfer entgegen, die künftig in Bad Wildungen für Ordnung sorgen wollen. Foto: Peter Zerhau

Bad Wildungen – Der Freiwillige Polizeidienst in Fritzlar, Gudensberg und Bad Wildungen nimmt Formen an: 16 Freiwillige Polizeihelfer haben am Wochenende ihre Ausbildung begonnen.

Konrad Stelzenbach, Präsident des Polizeipräsidiums Nordhessen überreichte ihnen ihre Urkunden.

Die Bürgermeister Hartmut Spogat aus Fritzlar, Frank Börner aus Gudensberg und Ralf Gutheil aus Bad Wildungen begrüßten die künftigen Polizeihelfer im Hardehäuser Hof in Fritzlar und wünschten ihnen Erfolg bei der Zusammenarbeit.

Für die 16 Polizeihelfer begann damit der erste Ausbildungstag. In 50 Stunden werden sie von Beamten der Polizei unterrichtet, um handlungsfähig zu werden. Sie werden über Selbsthilferechte informiert, lernen verdächtige und auffällige Personen zu befragen, Personalien aufzunehmen und auch einen vorübergehenden Platzverweis auszusprechen. Außerdem wird die Gefahrenabwehr in der Ausbildung, die Ende Februar beendet sein soll, Thema sein.

Die Ehrenamtlichen sollen nach Abschluss ihrer Ausbildung hauptsächlich in öffentlichen Anlagen, Wohngebieten und Fußgängerzonen unterwegs sein. Sie sollen auch Gespräche mit Einwohnern führen, um das Sicherheitsgefühl weiter zu verbessern, sagte Polizeipräsident Konrad Stelzenbach.

Polizeihelfer mit Pfefferspray ausgerüstet

Auch bei städtischen Veranstaltungen sollen die Helfer eingesetzt werden. Was die Polizeihelfer aber nicht dürfen: Menschen und Gegenstände durchsuchen. Die freiwilligen Helfer werden nicht bewaffnet unterwegs sein. Sie sind zu ihrem eigenen Schutz nur mit Pfefferspray ausgerüstet.

Ziel des Freiwilligen Polizeidienstes in den Kommunen ist es, mehr Sicherheit für Bürger herzustellen und Präsenz zu zeigen. Das erhofft sich auch Gudensbergs Bürgermeister Frank Börner: Viele Anwohner würden sich mehr Sicherheit vor Ort wünschen, sagt er. Der Polizeidienst sei ein wichtiger Schritt. Zwei Frauen und zwei Männer werden in der Stadt ihren Dienst antreten.

Darüber hinaus soll die Polizei unterstützt und Kriminalität innerhalb der Bevölkerung so zurückgedrängt werden. In dem die Polizeihelfer Ansprechpartner für Bürger seien, seien sie ein wichtiges Bindeglied für die Ordnungsbehörden, sagte Fritzlars Bürgermeister Hartmut Spogat. Das Sicherheitsgefühl werde erheblich gestärkt.

Zu erkennen an Uniform, Wappen und Aufdruck "Freiwiliger Polizeidienst"

Bad Wildungens Bürgermeister Ralf Gutheil lobte die gemischte Altersstruktur unter den Helfern. Dass sich Frauen und Menschen mit Migrationshintergrund gemeldet haben, hob er positiv hervor.

In Absprache mit den teilnehmenden Städten sollen die Polizeihelfer bald gemeinsam eingesetzt werden. Zu erkennen sind die Freiwilligen Polizeihelfer an ihrer Uniform, dem Wappen des Landes Hessen und dem Aufdruck „Freiwilliger Polizeidienst“.

VON PETER ZERHAU

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