Letzte Ruhe unter Bäumen

Bad Wildungen: In Reitzenhagen ist ein Bestattungswald geplant

Oberhalb des Reitzenhagener Friedhofs wird ein Bestattungswald angelegt. Im städtischen Haushalt stehen dafür 150 000 Euro zur Verfügung. Foto: Höhne

Bad Wildungen. Die Stadt Bad Wildungen will am Friedhof Reitzenhagen einen Bestattungswald einrichten.

Einstimmig erteilten die Stadtverordneten dem Magistrat dazu den Auftrag. Unter dem neuen Bürgermeister Ralf Gutheil stellt das Gremium dem Planungsausschuss im September/Oktober den Planungsstand vor.

Der Magistrat hatte den gewählten Standort bereits im Juni einstimmig favorisiert. Auch der Vorstand des Reitzenhagener Bürgervereins nahm die Idee sehr positiv auf und befürwortet die Pläne ausdrücklich.

Das ausgewählte Grundstück ist etwa 1 Hektar groß. Seit dem Haushalt 2017 stehen 150 000 Euro für das Vorhaben zur Verfügung. Das Areal liegt zwar am Hang, doch lässt sich das durch neue Wege ausgleichen, besagen die Erkenntnisse des Magistrats. Weit schwerer wiegen die Vorteile: Die vorhandene Infrastruktur des Friedhofs kann mitgenutzt werden. Dazu zählen das Nutzen der Kapelle bei Trauerfeiern, die vorhandene Bushaltestelle, die Nähe zur Siedlung mit öffentlichen Toiletten.

Über den Friedhof und das südliche Tor ist der Friedwald gut zugänglich. Unterholz findet sich nicht. Neben Kiefern prägen Buchen, Eichen, Kirschen und andere Laubbäume das Waldstück. Sie werden forstwirtschaftlich ohnehin nicht genutzt, so dass dem Forstetat der Stadt durch die neue Widmung keine Einbußen verzeichnet. Auf lange Sicht könnte der Friedwald bei Bedarf in einen Teil des westlich angrenzenden Hombergs erweitert werden. 

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