Abgeordnete im Sozialausschuss laut Vorsitzender Petra Göbel begeistert

Bad Wildungen kassiert großes Lob für seine Arbeit mit Flüchtlingen

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Ankunft von Flüchtlingen aus Eritrea auf dem Flughafen Kassel-Calden 2015.

Bad Wildungen. Den Abgeordneten im Wildunger Sozialausschuss klingelten ob solchen Lobes in der jüngsten Sitzung die Ohren: Vertreter des Landkreises bezeichneten die Arbeit für Flüchtlinge und mit ihnen in der Badestadt als vorbildlich, speziell in der Vernetzung von haupt- und ehrenamtlicher Arbeit.

Einen wesentlichen Anteil daran hat der Verein „VIA“ Flüchtlingshilfe mit seinen mehr als 70 Mitgliedern. Sie stehen den aus ihrer Heimat Geflohenen ehrenamtlich in vielfältiger Weise mit Rat und Tat zur Seite und unterstützen so massiv die Arbeit der Stadtverwaltung und des Kreises.

Ein Drittel der Flüchtlinge sind Frauen

Aktuell leben in Bad Wildungen 518 Frauen und Männer, die hier vor Krieg, Terror oder Verfolgung Schutz suchen. Ein Drittel von ihnen ist Frauen, eine vergleichsweise hohe Zahl, meint der Bürgermeister. Grund: Die meisten Geflohenen in Bad Wildungen stammen aus Eritrea oder Somalia und haben deshalb eine große Chance auf Anerkennung als Asylbewerber und damit Familiennachzug. Die Stadt sei dabei, spezielle Angebote zur Integration für die Frauen und ihre Kinder zu organisieren. 

Enge auf dem Wohnungsmarkt

„Zwar ist die Zahl der Flüchtlinge im Landkreis zurückgegangen, aber sie steigt in den Mittelzentren, weil die Menschen dorthin gehen“, erklärt Bürgermeister Volker Zimmermann. Das wirke sich auf die Situation auf dem Wohnungsmarkt aus. Während es in Korbach und Frankenberg „ziemlich dicht ist, geht es bei uns in Wildungen noch“, meint er.

Koordinatorin halten

Wermutstropfen: Die Stelle der Ehrenamtskoordinatorin beim Kreis läuft zum Jahresende aus. „Wir brauchen ihre Arbeit jedoch“, unterstreicht Volker Zimmermann.

Deshalb möchte er im neuen städtischen Haushalt dem Verein VIA mehr Geld zur Verfügung stellen, damit dieser eine Stelle finanzieren kann.  „Wir werden in den Fraktionen über die Anregung des Bürgermeisters beraten“, kündigt Sozialausschuss-Vorsitzende Petra Göbel an.

Integration ist noch mehr

Der Ausschuss sei „begeistert gewesen vom Bericht des Kreises über die Flüchtlingsarbeit in Bad Wildungen.“ Die Ausschussvorsitzende wies bei dieser Gelegenheit zudem darauf hin, dass Integration als gesellschaftliche Aufgabe sich nicht auf Flüchtlinge beschränke. Bemühungen um Teilhabe müssten in gleicher Weise sozial benachteiligten, heimischen Gruppen gelten.

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