Halter: Werde die Konsequenzen tragen

Bad Wildungen: Pudel wird beim Gassigehen von Staffordshire Terrier  totgebissen

American Staffordshire Terrier gelten als so genannte Listenhunde: Nach dem tödlichen Biss verhängte das Ordnungssamt einen Leinen- und Maulkorbzwang für den Kampfhund, der in der Hufelandstraße einen Pudel angegriffen hat. 

Bad Wildungen. Ein American Staffordshire Terrier hat am Donnerstagabend in Bad Wildungen offenbar unvermittelt einen Pudel angegriffen und totgebissen.

Das bestätigte ein Sprecher der Polizeidirektion in Korbach gestern auf WLZ-Anfrage.

Das Drama ereignete sich gegen 19.55 Uhr in der Hufelandstraße/Ecke Dr. Born-Straße. Eine Bad Wildungerin führte dort in Begleitung einer Freundin ihren sieben Jahre alten Pudel an der Leine Gassi. Ein nicht angeleinter Kampfhund einer Hundehalterin sei unvermittelt auf den Pudel losgelaufen und habe das Tier in den Kopf gebissen, schilderte sie das Geschehen.

Tierarzt konnte den Pudel nicht mehr retten

Ein Tierarzt in der nahegelegenen Praxis konnte den Pudel nicht mehr retten, er starb an den Folgen der Bissverletzung. Die Besitzerin des getöteten Tiers erlitt leichte Verletzungen, die ambulant im Krankenhaus behandelt wurden. Der Schock über den Angriff des Kampfhunds sitzt aber noch immer tief. „Meine Frau konnte gar nicht mehr reagieren, es ging alles so schnell“, berichtet der Ehemann der Pudelhalterin auf Nachfrage unserer Zeitung. 

Die Besitzerin des Pudels habe zunächst angenommen, der Kampfhund wollte zu seinem ebenfalls anwesenden „Herrchen“ laufen. Der Mann habe von Weitem noch zugerufen: „Der tut nichts.“ Unmittelbar danach folgte der tödliche Biss. Der Tierarzt habe wenig später eine Schädelfraktur festgestellt. Das Ehepaar habe bei der Bad Wildunger Polizei Anzeige erstattet.

Staffordshire Terrier hatte den Wesenstest bestanden

Der knapp eineinhalb Jahre alte Staffordshire Terrier gehört als Listenhund zu den als gefährlich eingestuften Hunderassen, deren Halter besondere Voraussetzungen erfüllen müssen. Eine davon ist der Wesenstest.

Diesen habe der Hund positiv bestanden, ohne jegliche Anzeichen von Aggressivität oder Spannungen, sagte Ordnungsamtsleiter Martin Segeler. „Bei dem Umgang mit dem Hund gab es keine Auffälligkeiten.“ Deswegen galt für ihn auch keine Leinenpflicht, so wie für Kampfhunde ohne positiven Wesentest.

Neues Gutachten soll erstellt werden

Nach dem Vorfall am Donnerstagabend fordert das städtische Ordnungsamt nun ein neues Gutachten über den Pitbull ein. Die Zeugen des Hundeangriffs würden zur Klärung des Hergangs befragt. Segeler verhängte sofort Leinen- und Maulkorbzwang für den auffällig gewordenen Kampfhund. Die Nachricht von dem tödlichen Hundebiss machte gestern schnell die Runde in Bad Wildungen. 

Halter des 

Staffordshire Terriers entschuldigte sich

Der Halter des American Staffordshire Terriers entschuldigte sich in den sozialen Netzwerken öffentlich. „Es tut mir unendlich leid, dass das passiert ist. Er ist noch nie zuvor negativ auffällig geworden.“ Man werde die Konsequenzen tragen, schrieb er. „So etwas wird nie wieder vorkommen!“ (rü/höh)

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