400 Dissertationen werden systematisch aufgenommen

Bad Wildungen: Rudolf-Lorenz-Stiftung erweitert um einen Schatz der Kurmedizin

Sichten und systematisch aufnehmen: Oxana Wagner und Johanns Nietz bei der Arbeit in der Rudolf-Lorenz-Stiftung. Foto: Weller/pr

Die Rudolf-Lorenz-Stiftung wird um Dissertationen um kurmedizinische Themen erweitert.

Bad Wildungen – In der Rudolf-Lorenz-Stiftung sind in den vergangenen Jahren zahlreiche Veröffentlichungen zu kurmedizinischen und vor allem auch balneologischen Themen zusammengetragen worden. Die Bestände stammen aus mehreren aufgelösten Instituten zur kurmedizinischen Forschung und umfassen auch die Bibliotheken des Hessischen sowie des Deutschen Heilbäderverbandes.

Eine der größten Sammlungen kurmedizinischer Fachliteratur in Deutschland

„Es ist sicherlich eine der größten Sammlungen an kurmedizinischer Fachliteratur in Deutschland entstanden“, urteilt Bad Wildungens Museumsleiter Bernhard Weller. „Gleichzeitig verfügen wir aber auch über viele Publikationen zu den touristischen Angeboten von Kurstädten.

Dazu kommen noch 500 redaktionelle Beiträge und rund 1200 Anzeigen aus Illustrierten aus dem Zeitraum von 1865 bis 1990, die ebenfalls alle Kurorte Deutschlands betreffen.“

400 Dissertationen werden aufgenommen

Ein besonderer Schatz wird gerade gehoben. Über 400 Dissertationen zu kurmedizinischen Themen werden systematisch aufgenommen. 

Diese mühsame, aber verdienstvolle Arbeit übernehmen Oxana Wagner und Johanns Nietz in der Rudolf-Lorenz-Stiftung an einem Tag in der Woche, erläutert Museumsleiter Weller. Die Titel sollen in absehbarer Zeit digital zur Verfügung stehen und somit bei Forschungsvorhaben bundesweit – zumindest in Kopie – angefordert werden können.

Stiftung in Burgmannenhaus bei Schloss Friedrichstein

Die Rudolf-Lorenz-Stiftung befindet sich in einem Burgmannenhaus aus dem Jahr 1550, unmittelbar in der Nähe von Schloss Friedrichstein.

 Die Stiftung wurde im Jahr 1979 gegründet; seit 2010 wird sie von den Städtischen Museen Bad Wildungen betreut. Das Archiv geht auf den Nachlass des Buchhändlers und Heimatforschers Rudolf Lorenz (1906 bis 1979) zurück.

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