Satzung im Stadtparlament beschlossen

Bad Wildunger Bebauungsplan Parkhöhe-Parkstraße geändert: Weg frei fürs Wohnen

Hürden im Baurecht beseitigt: Der Bebauungsplan Parkhöhe-Parkstraße wurde geändert. Damit wurden die Voraussetzungen geschaffen für den Bau von Wohnungen. Foto: Conny Höhne

Bad Wildungen – Der Bebauungsplan Parkhöhe-Parkstraße wurde von der Stadtverordnetenversammlung geändert und als Satzung beschlossen. Damit werden die Voraussetzungen für einen Umbau der ehemaligen Klinik Parkhöhe zu Wohnraum geschaffen.

Im Flächennutzungsplan wurde das Areal als Sonderbaugebiet Kur dargestellt. Die Änderung betrifft einen 51 000 Quadratmeter umfassenden der Geltungsbereich, der das westliche Kurgebiet der Kernstadt mit Teilen der Bebauung entlang von Langemarck-, Hufeland- und Richard-Kirchner-Straße sowie der Dr.-Born-Straße beinhaltet. Dort werden künftig auch ergänzende Nutzungsmöglichkeiten zugelassen wie Wohnbebauung und der Bau von Gebäuden und Räumen für „freie Berufe“ – also nicht nur den Komplex der ehemaligen Klinik Parkhöhe.

Stadtverordnetenvorsteher Dr. Edgar Schmal übergab bei diesem Tagesordnungspunkt die Sitzungsleitung an seinen Stellvertreter Wolfang Nawrotzki und verließ mit weiteren Abgeordneten aus Befangenheit den Saal.

Die Aussprache war kurz, aber heftig. Horst Reis (FWG) kritisierte, dass die Änderung der baulichen Nutzung viel zu spät komme. Schon in 2004, als die Parkhöhe den Klinikbetrieb einstellte, „war schnell ersichtlich, dass eine Nutzung des Gebäudes als Klinikbetrieb nicht mehr infrage kommt“. Später erwarb die Claremont-Gruppe die Immobilie, um ein Hotel zu betreiben. Aber die Parkhöhe wurde zur Bauruine. „Bei einer planungsrechtlichen Änderung wären vielleicht schon vor acht oder zehn Jahren Investoren gefunden worden“, sagte Reis.

Es müsse Bad Wildungen ein besonderes Anliegen sein, die Eingangstore attraktiv wirken zu lassen. Politisch seien dafür die Voraussetzungen für den westlichen Eingang jetzt geschaffen. Am östlichen Eingangstor gibt es laut Reis Handlungsbedarf. „Wir würden uns auch sehr gern in absehbarer Zeit mit der Gestaltung des östlichen Stadttors in der Itzelstraße beschäftigen.“

Auf Nachfrage teilte Bürgermeister Ralf Gutheil seinen Kenntnisstand zu den Plänen des Investors mit: „Ein Bauantrag liegt in Korbach vor. Es ist geplant, in diesem Jahr mit acht Wohnungen anzufangen.“

Wie bereits berichtet, sind in dem früheren Bettenhaus der ehemaligen Klinik Parkhöhe und dem Mittelbau an der Langemarckstraße/Ecke Hufelandstraße 55 Wohneinheiten geplant, darunter Eigentumswohnungen und Betreutes Wohnen.

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