Dankeschön-Fahrt für die Ehrenamtlichen

Bad Wildunger Museums-Mannschaft begegnet einem „Drachen“

Warum in die Ferne schweifen...? Die ehrenamtlichen Mitarbeiter der Bad Wildunger Museen unterahmen in diesem Jahr die traditionelle „Dankeschön“-Fahrt in der Technik-Museum Kassel. Foto: Senzel

Bad Wildungen. Einmal jährlich lädt der städtische Museumsleiter Bernhard Weller die Schar der ehrenamtlichen Helfer als „Dankeschön“ zu einer Busfahrt ein. In diesem Jahr war das Technik-Museum Kassel das Ziel der Fahrt

Für die meisten Fahrtteilnehmer war es der erste Besuch des Hauses in Kassel, das in den ehemaligen Henschel-Hallen untergebracht ist und über dessen Größe von 2500 Quadratmetern die Wildunger Besucher überrascht waren. Die interessierten Gäste wurden von Museumsmitarbeiter Gunter Burggraf zunächst zu den alten Dampfmaschinen geführt, darunter zu einem der ältesten Ausstellungsstücke, der Denis Papins Dampfpumpe aus dem Jahre 1706.

Burggraf erinnerte daran, dass Henschel einmal das modernste Werk seiner Art in Europa war und Kassel ein bedeutender Industriestandort. „Bei Henschel standen einmal 25 000 Mitarbeiter in Lohn und Brot. Heute studieren in Kassel 25 000 Studenten!“

Zu den bewunderten Exponaten gehörten der „Drache“, die erste Dampflock von Henschel aus dem Jahre 1848 und der Prototyp der Magnetschwebebahn.

Eine Abteilung des Museums bietet einen Einblick in die Entwicklung der Medizin im Wandel der Zeit die Dr. Horst Haferkamp erläuterte. Der ehemalige Handchirurg wies darauf hin, dass die erste Äther-Narkose Mitte des 19. Jahrhunderts in Boston erfolgte; „bis dahin kam es bei den Chirurgen mehr auf Geschwindigkeit, als auf Geschicklichkeit an“. Eine Oberschenkelamputation habe vor der Äther-Narkose gerade mal unglaubliche 20 Sekunden gedauert.

Nach den mit Beifall aufgenommenen Führungen erwartete die Bad Wildunger Museumsmitarbeiter in der Cafeteria ein angekündigter Überraschungsgast:

Bernd Gieseking unterhielt die Besucher bei Kaffee und Kuchen mit Episoden aus seinem neuen Buch: „Früher hab ich nur mein Motorrad gepflegt“ mit dem Untertitel: „Wie ein Sohn tapfer versucht, sich um seine alten Eltern zu kümmern“. (szl)

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