Sieg in der Veteranenklasse

Bad Wildungerin mit Portugiesischer Wasserhündin bei Hunde-Olympiade erfolgreich

Auffallend ist die Löwenschur: Züchterin Angelika Ebenig mit Zuchthündin Sunny (rechts), Siegerin der Veteranenklasse bei der weltgrößten Hundeausstellung; links Sohn Diamante, zweitbester Rüde der Schau. Foto: Conny Höhne

Bad Wildungen. Eine portugiesische Wasserhündin der Züchterin Angelika Ebenig siegte bei der weltgrößten Hundeausstellung.

31 000 Vierbeiner konkurrierten bei der „Crufts“ in Birmingham um die Titel. In der Veteranenklasse ließ „Sunshine Of My Life da Pedra Anixa“, eine neun Jahre alte Zuchthündin aus Bad Wildungen, die Konkurrenz hinter sich.

Ebenig züchtet seit neun Jahren diese wenig bekannte Rasse. Sie wurde schlagartig bekannt, als der frühere US-Präsident Obama seinen Töchtern Wasserhund Bo zum Einzug in das Weiße Haus schenkte. Bei einem zweijährigen Aufenthalt in Portugal wurde Ebenig auf die Wasserhunde aufmerksam, erzählt die heute 63-Jährige, die das Vierbeiner-Rehazentrum am Maritim-Hotel betreibt. „Portugiesische Wasserhunde sind sehr verträglich, super intelligent und treffen eigene Entscheidungen.“

Ihre Seniorin, ein internationaler Champion, fügte in Birmingham ihren zahlreichen Schauerfolgen aus vergangenen Jahren weitere Titel hinzu. Sunny wurde beste Hündin aller Altersklassen, gewann gegen den besten Rüden das BOB (Bester Hund der Rasse) und wurde Crufts Sieger 2018 unter 54 gemeldeten Portugiesischen Wasserhunden. Antonio Flores Ribeiro, ein 15-Jähriger aus Portugal, führte sie zum Sieg. Aus der Zucht der Wildungerin waren noch zwei weitere Tiere erfolgreich.

Fell braucht täglich Pflege

Boa Felicidade Diamante Dhyan – Weltsieger 2017 – wurde in der Offenen Klasse zweitbester Rüde der Schau. Boa Feliciade Beleza, internationaler Champion, wurde Zweite in der offenen Klasse. Beide sind Nachkommen der neun Jahre alten Seniorin.

„Die Crufts ist die Olympiade unter den Hundeausstellungen, und die Teilnehmer müssen sich erst in ihren eigenen Ländern qualifizieren“, erläutert Ebenig. Mitbewerber kamen unter anderem aus Finnland, Schweden, Norwegen, Ungarn, Kroatien, Holland, Deutschland, Großbritannien und Portugal.

Das Fell ihrer Wasserhunde brauche tägliche Pflege. Zum Wassersport oder Fischfang geht die Wildungerin mit ihren Vierbeinern aber nicht. „Früher war ich schon mal mit Taucheranzug am Edersee“, sagt sie schmunzelnd. Aber der Wasserhund sei geeignet für fast alle Bereiche des Hundesports. „Wichtig ist die gemeinsame Arbeit mit seinen Menschen.“

Ausführliche Informationen zu der Hunderasse und Hintergründe zur Schau lesen Sie in der gedruckten WLZ am 27. März.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare