Bald lockt „Edersee-Atlantis“

- Edersee (jm). Alle Jahre wieder häufen sich in der Saison Beschwerden über den rapide zurückgehenden Wasserstand des Edersees.

Dabei ist der gegenwärtige Pegel, wie Marko Drebes von der Außenstelle Edertal des Wasser- und Schifffahrtsamts Hann. Münden auf WLZ-Anfrage versicherte, nicht unüblich für die Jahreszeit: „Zumal wir in der letzten Zeit wenig Niederschläge hatten.“ Rund ein Drittel ist bereits raus aus dem See. Beim Vollstau im Mai waren 200 Millionen Kubikmeter drin, derzeit sind es 125 Millionen. Drebes beteuerte, Sonderabgaben für die Oberweser, zum Beispiel für Schiffstransporte, habe es keine gegeben: „Nur die ganz normale Zuschussmasse, um die Schifffahrt auf der Weser aufrechtzuerhalten.“ Die Tendenz ist weiter rückläufig, jeden Tag sinkt der Pegel um 20 Zentimeter. Falls sich beim Wetter nichts Besonderes tut, ist Ende August der Wasserspiegel unter die 100-Millionen-Kubik-Marke abgefallen. Dann allerdings verfügt der Edersee mit dem berühmten „Atlantis“ über einen weiteren Anziehungspunkt, dann kommen viele Besucher zusätzlich zur „Ruinen-Schau“. Demnächst zum Beispiel wird die versunkene Aseler Brücke wieder auftauchen, laut Drebes bei einem Wasserstand von etwa 110 Millionen Kubikmetern.

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