Bergheim

DRK baut Seniorenheim wohl nicht

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- Edertal-Bergheim (su). Nein, einen Sympathiepreis hat sich Hessens Sozialminister Stefan Grüttner mit seiner Absage an die Edertaler DRK-Senioreneinrichtung bei den Beteiligten nicht verdient. „Ohne Landesförderung können wir nicht bauen“, macht Jürgen Werner klar, Geschäftsführer des DRK-Kreisverbandes Bad Wildungen.

„Ohne Förderung müssten wir zu hohe Preise nehmen und würden Leerstand produzieren“, ergänzt er. Sonderbar mutet ihm das Verhalten des Ministers an, dessen Haus bis gestern Mittag dem Deuschen Roten Kreuz noch keine offizielle Mitteilung geschickt hatte. Wie die Gemeinde Edertal als Zwischenempfänger der kalkulierten Fördergelder will auch das DRK die rechtliche Lage prüfen, bevor es die Pläne endgültig zu den Akten legt.

„Wir haben bereits mehr als 40 000 Euro in Architektenhonorar und Planung investiert“, sagt Jürgen Werner. Minister Stefan Grüttner hatte seine Position beim Neujahrsempfang der Wildunger CDU am Freitag mündlich ausführlicher erläutert. „Es gilt die Koalitionsvereinbarung, dass wir künftig nur noch Ersatzbauten und Renovierungen fördern.“ Aus gutem Grund habe die Regierung so entschieden, denn es bestehe kein Bedarf. „In Hessen haben wir eine 200-prozentige Überversorgung bei den Altenheimplätzen.“ In Waldeck-Frankenberg liege die Belegung der Häuser bei 90 Prozent. „Wir gehen sehr vorsichtig mit öffentlichen Geldern um und halten eine Förderung neuer Einrichtungen nicht mehr für vertretbar, weil sie zu Leerständen führt.“

Mehr lesen Sie in der WLZ vom Dienstag, 1. Februar.

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