Hans-Jürgen Schmidt berät ehrenamtlich

Beistand für Soziales: Sprechstunden im Büro in der Bad Wildunger Ranzengasse

Ehrenamtliche Beratung für Jedermann: Hans-Jürgen Schmidt hat in der Ranzenstraße 19 in der Bad Wildunger Altstadt ein Büro eröffnet und bietet Unterstützung und Hilfestellung im Bereich des Sozialwesens an. Foto: Conny Höhne

Bad Wildungen. Hans-Jürgen Schmidt hat als Sozialberater vielen Menschen geholfen bei Schriftverkehr, Anträgen oder Behördengängen.

Seine langjährige Tätigkeit im Wildunger Bürgerhilfeverein „Wir für uns“ hat er inzwischen aufgegeben, Er ist neuerdings selbstständig als Beistand für Soziales und bietet vom Amtsgericht autorisierte ehrenamtliche und kostenfreie Beratung für Jedermann in seinem Büro in der Ranzenstraße 19 an.

Hilfestellungen gibt der 73-Jährige bei allen Fragen des täglichen Lebens, im Zusammenhang mit Alter, Krankheit oder Behinderung. „Ich zeige Lösungswege auf, vermittele Hilfen, übernehme Schriftverkehr oder begleite zu Arztterminen.“ Viele Ratsuchende habe er in den vergangenen Jahren bereits erfolgreich unterstützt beim Einreichen von Rentenanträgen, bei Schwerbehindertenanträgen, Widersprüchen oder der Vorbereitung von Gerichtsverfahren.

Sein Antrieb für das Ehrenamt sei die Leidenschaft, eine Lösung für das individuelle Problem zu finden, plaudert der Rentner aus dem Nähkästchen. Dazu wälzt er Akten und studiert die Rechtslage. „Ich weiß nicht alles, kenne aber die Quellen, wo es steht,“ sagt der ehemalige Verwaltungsfachangestellte mit einem Schmunzeln.

In seiner Statistik für 2017 wartet Schmidt mit beeindruckenden Zahlen auf: 241 Antragsteller suchten seinen Rat, er führte 577 Telefonate, schrieb 231 Briefe und fuhr 1815 Kilometer. Weiter in seiner Jahresbilanz: 210 Vorsorgevollmachten, 171 Patientenverfügungen. 841,3 Stunden an Beratungszeit kamen nach seiner Rechnung zusammen.

Hans-Jürgen Schmidt: „Jeder Fall ist anders“

Die behördliche Zusammenarbeit gestalte sich manchmal etwas schwerfällig, beobachtet Schmidt, der aus Waldenburg in Schlesien stammt und über 30 Jahre in der Berliner Verwaltung gearbeitet hat. In den 1990-er Jahren zog er mit seiner Frau nach Bergfreiheit, seit 2014 wohnt das Paar in Bad Wildungen. In seiner Wahlheimat genießt Schmidt den Un-Ruhestand als Beistand für Soziales.

Dafür bringe er unter anderem Erfahrungen mit aus Polizei- und Finanzverwaltung, Ausgleichsamt und als Schadensschätzer zu DDR-Zeiten.

Mit seinem Wissen will er Menschen aus der Not helfen. Sein Fachgebiet reicht von A wie Ansprüche gegenüber Krankenkassen, Vermietern oder Versicherungen über Barrierefreiheit, Grundsicherung im Alter und Kuren bis hin zu W wie Wohngeldanträge. „Jeder Fall ist anders“, bescheinigt Schmidt, „und manchmal ist es wie ein Krimi“.

Sprechstunden sind jeweils dienstags von 8 bis 14 Uhr und donnerstags von 14 bis 18 Uhr und nach Vereinbarung. Kontakt: Tel. 05621/9097880, 0151/19181999 oder per Mail an schmihei-bw@t-online.de. 

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