Walddörfer Sängerfamilie stimmt im Löhlbacher Bürgerhaus ihre Lieder an

So beschwingt klingt Frühling

Für ihre langjährige Treue zum Chorgesang und vorbildliche Arbeit in den Vereinen wurden einige Sänger mit Urkunde und Ehrennadel ausgezeichnet. Fotos: Winfried Himstedt

Bad Wildungen - Einen bunten Strauß vieler Volks- und Heimatlieder präsentierten sieben Chöre des Sängerbezirks der Walddörfer bei ihrem Frühlingskonzert. Im Löhlbacher Bürgerhaus zeigten die Sängerinnen und Sänger Ausschnitte aus der Probenarbeit der vergangenen Monate. Gastgeber waren die Armsfelder Sänger.

Friedemann Tonner (Odershausen), Vorsitzender des Sängerbezirks, zeigte sich erfreut über die Teilnahme aller Chöre und begrüßte auch viele am Chorgesang interessierte Zuhörer im frühlingshaft dekorierten Saal. „Da ist jährlich viel Aufwand zu betreiben und viele helfende Hände braucht es, um ein solches Fest vorzubereiten und zum Gelingen zu führen. Und es braucht Gäste, die zum guten Gelingen beitragen wollen.“

Das Konzert diene dem Erhalt der Gemeinschaft, fördere den Zusammenhalt und schaffe Erneuerung. „Es ist wichtig, jüngere Menschen anzusprechen und sie für diese Art des Gemeinschaftssinns zu bewerben“, sagte der Vorsitzende.

Die Grüße der Gemeinde Haina überbrachte Bürgermeister Rudolf Backhaus. Durch das musikalische Programm führte Carsten Kohl vom MGV Armsfeld. Den bunten musikalischen Reigen eröffneten die gastgebenden Armsfelder Sänger unter Leitung von Wilhelm Stephan mit der „Sangeslust“, dem Seemannsschlager „Junge, komm bald wieder“ und dem Chorsatz „In dem Wald“, wo alle in die fröhliche Welt hinausziehen. Der MGV Battenhausen wird ebenfalls von Wilhelm Stephan geleitet. Das Lied „Arcobaleno“ erzählte vom Regenbogen. „Rot sind die Rosen“ wurde durch den Sänger Semino Rossi bekannt und im dritten Beitrag besangen die Battenhäuser die „Sierra Madre del Sur“, einen Gebirgszug im Süden Mexikos.

Krönender Abschluss mit allen Männerchören

Der gemischte Chor Odershausen mit Regina Frese hatte drei Lieder ausgesucht, die von der heiteren Seite des Lebens berichten. In dem Satz „In mir klingt ein Lied“ ist jeder Tag ein Geschenk. „La Provence“ beschreibt die Reize dieser französischen Landschaft, und zwischendurch ging es in den „Polkatakt“ über.

Noch einmal griff Wilhelm Stephan zum Taktstock: Der MGV Löhlbach schickte die Zuhörer musikalisch auf Reisen. Der Chor sang die hawaiianische Volksweise „Aloha He“ und in „Freunde der Berge“ wird der Reiz der Bergwelt beschrieben. Lustig-flott bei Tanz und Wein ging es weiter bei Robert Papperts „Viva la Musica“.

Viel Beifall gab es auch für den Männerchor aus Odershausen, der von Friedrich Mitze dirigiert wird. In „Island in the sun“, bekannt geworden durch Harry Belafonte, wurde der Wunsch nach Sonne, Meer und Strand geweckt. Im „Mühljung“ erlebt ein Wanderer bei der Rast in einer Mühle eine Überraschung und mit dem „Timokwein“ hatte der Chor ein jugoslawisches Volkslied ausgewählt. Anschließend überraschten die Sänger mit einer Zugabe: Bei dem amerikanischen Spiritual „Michael row the boat ashore“ waren auch die Gäste aktiv durch Klatschen und Mitsingen beteiligt.

Als Gastchor wirkte wie im Vorjahr der Kirchenchor Armsfeld/Hundsdorf mit. Die Leitung hatte Jörn Schimmelmann, der mit der Gitarre die Vorträge begleitete. Das Lied „Der Löwenzahn“ stimmte bereits auf den nahenden Frühling mit viel Sonnenschein ein. Es folgten zwei kirchliche Lieder, die von der Schöpfung und der Schönheit der Natur handelten. „Herr, ich sehe deine Welt“ und „Singt das Lied der Lieder“ waren die ausgesuchten Beiträge. Auch hier sang das Publikum mit.

Ein imposantes Bild bot der Männergesangverein aus Hundsdorf mit 32 Sängern auf der Bühne. Unter Leitung von Markus Schaumburg sangen sie das flotte Volkslied „Drei lachende Mädchen“. Der schwere Abschied von den Bergen kam in dem Lied „Ihr Berge lebt wohl“ zum Ausdruck und bei Papperts Chorsatz „Dort drunten im Tal“ führte der Blick vom Gipfel ins Tal.

Den krönenden Schlusspunkt setzten alle vereinigten Männerchöre gemeinsam mit dem „Schifferlied“, dem „Abendfrieden“ und dem „Bajazzo“. Hier dirigierte der neue Bezirkschorleiter Markus Schaumburg.

In dem fröhlichen Konzert klang die Freude am Chorgesang durch, was sich auch auf die Zuhörer übertrug, die nicht mit Beifall sparten.Von Winfried Himstedt

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare