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Beschwingter „Karibik Sound“ beim Folk-Festival im Bad Wildunger Kurpark

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Weltmusik: Ein breit gefächertes Programm und perfektes Wetter bescherten ein beeindruckendes Musikerlebnis.
Weltmusik: Ein breit gefächertes Programm und perfektes Wetter bescherten ein beeindruckendes Musikerlebnis. © Stadtmarketing/pr

Die finnische Kantele, eine Zither, ein Duduk, eine Oboe, ein armenisches Nationalinstrument, Steeldrums aus Trinidad und Tobago, Mundharmonikas und viele andere exotische Holzblasinstrumente hatten Musiker in diesem Jahr zum ‚Folk im Park‘ mit nach Bad Wildungen gebracht .

Bad Wildungen - Eröffnet wurden die drei Festivaltage in der Philipp-Nicolai-Kirche in Altwildungen. Der britische Multiinstrumentalist Andrew Cronshaw, Tigran Aleksanyan aus Armenien und Ian Blake füllten mit ihrer Musik auf Zither, Oboe, der Bassklarinette und anderen Blasinstrumenten den Kirchenraum mit englischen, schottischen und keltischen Klängen, begleitet von orientalischen Momenten der armenischen Oboe.

Karibisches Flair und ein Hauch von Meeresluft im Bad Wildunger Kurpark

„Die Kirche hat natürlich eine besondere Atmosphäre. Die Akustik lässt leise und dynamische Töne auf eine ganz eigene Art wahrnehmen.“ Erklärt Gereon Schoplick, Stadtmarketing-Veranstaltungsleiter.

Am Samstag und Sonntag war der Musikpavillon im Kurpark die Bühne der Musiker. Blauer Himmel und Sonnenschein ließen zu den Steeldrums der Allan Poteon Carribean Steelband, karibisches Flair aufkommen und irgendwie schien auch immer ein Hauch von Meeresluft mitzuschwingen.

Kleines Instrument ganz groß

Die internationale Band mit Musikern aus Japan Amerika und Deutschland hatte auch traditionelle Instrumente wie Klavier und Kontrabass im Gepäck, die den Sound der leichten Rhythmen perfekt unterstützten und ergänzten. Mit einem breit gefächerten musikalischen Repertoire aus unterschiedlichen, aber dennoch immer karibischen Musikstilen, wie Merengue, Soca, Salsa, Calypso und Jazz, zeigte die Band warum der schillernde Klang der ‚Blechtrommeln’ zum Kennzeichen für „Karibik Sound“ und gute Laune wurde. Beschwingt wanderten die Zuschauer anschließend durch den Park.

‚Sväng’ ist schwedisch und heißt auf deutsch ‚Schwung’. Sväng ist auch der Name einer finnischen Gruppe Männer, die Mundharmonika spielen und dunkle Anzüge tragen. Eine Kombination, die auf den ersten Blick nicht an Humor und Vergnügen denken lässt. Mit mitreißenden Arrangements finnischer und slawischer Musik und der finnische Tango verzauberten das Publikum.

Kleines Instrument ganz groß: Die Gruppe „Sväng“ begeisterte mit ihren Mundharmonikas.
Kleines Instrument ganz groß: Die Gruppe „Sväng“ begeisterte mit ihren Mundharmonikas. © Stadtmarketing/pr

Finnischer, sehr trockner, Humor und eine sehr unterhaltsame Präsentation ließen die Menschen lachen. Dazu die Klänge kleiner Instrumente, die vor 200 Jahren erfunden wurden und eher selten eine Hauptrolle in Konzerten spielen. ‚Sväng’ gelang mit ihren Bass-, Akkord- und zwei Sopran-Mundharmonikas ein Konzert, das in Vielseitigkeit und Klangvolumen jedes andere Musikinstrument für diesen Abend vergessen ließ. Virtuos spielten sich die Musiker mit der melancholischen Lebensfreude der Finnen in die Herzen der Zuschauer. ‚Hochgradig professionell’, ‚originell’, toll orchestriert’, ‘extrem unterhaltsam’ – Kommentare des Publikums übertrafen sich nach einem beeindruckenden musikalischen Abend.

Warme Stimme und leicht anmutende afrikanische Melodien

Mit Nina Ogot, Sängerin, Songschreiberin und Gitarristin aus Nairobi und ihrer Band kam schließlich Kenia auf die Bühne. Und mit ihr entspannte sommerliche Stimmung, gefühlvolle Töne.

Lieder aus Kenia: Nina Ogot sang mit warmer Stimme von Freude, Liebe und Mut.
Lieder aus Kenia: Nina Ogot sang mit warmer Stimme von Freude, Liebe und Mut. © Barbara Liese

Die warme Stimme, die in Suaheli, Luo und Englisch singt und die leicht anmutenden afrikanischen Melodien verbanden sich zu einem außergewöhnlichen Musikerlebnis. Von Freude, Liebe, Freundschaft und Mut erzählen ihre Lieder. Kenianische Musik, die sich der westlichen Musik öffnet und deren Elemente verbindet, verbindet auch die Kontinente.

Vom einfachen afrikanischen Volkslied bis hin zum perfekt arrangierten Jazz- oder Pop-Song reichte das breite Spektrum. Unbeschwerte, leichte Rhythmen täuschten nicht über eine hohe musikalische Professionalität. Die Sängerin verabschiedete sich von einem begeisterten Publikum, dem sie ein Lächeln ins Gesicht gezaubert hatte.

Lächeln konnte auch Gereon Schoplick, einmal mehr war das Festival für Folk und Weltmusik ein großer Erfolg und macht Lust auf das kommende Jahr. (Barbara Liese)

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