Bad Wildungen

„BodyTel Europe“ auf Sprung in weltweite Märkte

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- Bad Wildungen. Mit der Telekom als Partner will der Bad Wildunger Telemedizinanbieter „BodyTel Europe“ weltweit Fuß fassen. Die Zahl der Mitarbeiter soll zum Jahresende auf 20 steigen.

„Die Telekom ist wie ein riesiger Tanker auf dem Ozean“, skizziert Geschäftsführer Stefan Schraps den „starken, aber behäbigen Koloss“. Er brauche flexible Schnellboote auf den weltweiten Märkten. „So ein Speedboat ist BodyTel“, schmunzelt der 41-jährige Albertshäuser.Die Wildunger Software-Entwickler tüfteln an High-Tech-Systemen, die einem Großteil der Bevölkerung bei gesundheitlichen Risiken gute Dienste leisten können. „Fast jeder Mensch ist gesundheitlich irgendwie angeschlagen, und wenn es nur eine Allergie ist“, sagt Schraps.

Software von „BodyTel“ hilft beispielsweise Diabetikern, einen Zuckerschock zu vermeiden. Das Blutzucker-Messgerät „GlucoTel" sendet ein Warnsignal per SMS auf das Handy einer Betreuungsperson, wenn gewisse Werte über- oder unterschritten werden. Das Know-how kommt aus Bad Wildungen, gefertigt werden die Geräte bei Spezialisten, erläutert Torsten Herrmann, zuständig für Marketing. Der Nieschenanbieter will sich auf dem stark wachsenden Markt positionieren. Vor dem Hintergrund der Kostenexplosion im Gesundheitswesen wird „Telemonitoring als Schlüssel gesehen, um die steigenden Kosten in den Griff zu bekommen“, so Schraps.

Neben Blutzucker lassen sich auch Blutdruck und Gewicht automatisch überwachen und dokumentieren. Längst arbeiten Tüftler an weiteren Systemen – von Pulsoximeter über Inhalatoren, Tablettenspendern bis hin zu Bewegungsanalysen. „Alles, was der Markt braucht“, verweist der Geschäftsführer auf Wünsche von Krankenkassen und medizinischen Betreuungszentren. (höh)

Mehr lesen Sie in der WLZ-Ausgabe von Montag, 16. Mai.

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